Wirtschaft
Fresenius Medical Care legt Geschäftszahlen für erstes Quartal 2013 vor
Dienstag, der 30.April 2013
Fresenius Medical Care legt Geschäftszahlen für erstes Quartal 2013 vor

Bad Homburg: Fresenius Medical Care legt Geschäftszahlen für erstes Quartal 2013 vor – Ausblick für Gesamtjahr 2013 bestätigt

Kennzahlen für das erste Quartal 2013

  • Umsatz 3.464 Mio. US-$ +7%
  • Operatives Ergebnis (EBIT) 493 Mio. US-$ -2%
  • Konzernergebnis1 225 Mio. US-$ -39%2
  • Gewinn je Stammaktie 0,74 US-$ -40%2

Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen, hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2013 vorgelegt und den Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 bestätigt. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Umsatz von mehr als 14,6 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von mehr als 6%. Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis soll im Geschäftsjahr 2013 weiterhin zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden US-Dollar betragen. Dies entspricht einem Anstieg zwischen 5% und 15% gegenüber dem bereinigten Konzernergebnis von 2012.
1 Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt 2 Vergleichsbasis aus dem Vorjahreszeitraum enthält einen sonstigen Beteiligungsertrag in Höhe von 127 Millionen US-Dollar

Umsatz
Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7% auf 3,464 Milliarden US-Dollar (7% währungsbereinigt). Das organische Umsatzwachstum belief sich weltweit auf 4%. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen stieg im ersten Quartal 2013 um 8% auf 2,678 Milliarden US-Dollar (9% währungsbereinigt). Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich um 2% auf 786 Millionen US-Dollar, währungsbereinigt ist das ein Anstieg von 2%.

In Nordamerika steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz im ersten Quartal 2013 um 9% auf 2,287 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen wuchs um 10% auf 2,104 Milliarden US-Dollar, das organische Behandlungswachstum lag bei 4%. Die durchschnittliche Vergütung pro Behandlung in den USA stieg im ersten Quartal 2013 auf 359 US-Dollar gegenüber 353 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz mit Dialyseprodukten sank um 2% auf 183 Millionen US-Dollar.

Außerhalb Nordamerikas (Segment „International“) stieg der Umsatz um 3% auf 1,169 Milliarden US-Dollar. Währungsbereinigt ist das ein Zuwachs von 4%. Das organische Wachstum lag bei 5%. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen erhöhte sich um 3% auf 574 Millionen US-Dollar, währungsbereinigt stieg der Umsatz mit Dialysedienstleistungen um 5%. Der Umsatz mit Dialyseprodukten wuchs um 3% auf 595 Millionen US-Dollar, währungsbereinigt bedeutet dies einen Anstieg von ebenfalls 3%.

Ertrag
Das operative Ergebnis (EBIT) sank im ersten Quartal 2013 um 2% auf 493 Millionen US-Dollar verglichen mit 503 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2012. Damit lag die operative Marge (EBIT-Marge) im ersten Quartal 2013 bei 14,2% im Vergleich zu 15,5% im Vorjahreszeitraum.

Im ersten Quartal 2013 sank in Nordamerika die operative Marge von 16,5% auf 16,1%. Diese Entwicklung ist auf gestiegene Personalaufwendungen sowie auf das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Dialyse-Behandlungstage kürzere Quartal zurückzuführen. Die durchschnittlichen Kosten pro Behandlung in den USA stiegen von 286 US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 294 US-Dollar im ersten Quartal 2013.

Im Segment „International“ sank die operative Marge von 17,2% auf 15,7%. Diese Entwicklung geht hauptsächlich auf die Abwertung des venezolanischen Bolivars zurück.

Die Nettozinsaufwendungen beliefen sich im ersten Quartal 2013 auf 104 Millionen US-Dollar nach 99 Millionen US-Dollar im ersten Quartal des Vorjahres. Niedrigere Zinssätze beeinflussten diese Entwicklung positiv. Gegenläufig wirkten geringere Zinserträge aus der Rückführung eines gewährten Darlehens im Zusammenhang mit der Akquisition von Liberty Dialysis Holdings, Inc.
Das Konzernergebnis1 sank im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39% auf 225 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum war im Konzernergebnis ein sonstiger Beteiligungsertrag in Höhe von 127 Millionen US-Dollar enthalten. Im Vergleich zum entsprechend bereinigten Konzernergebnis von 244 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2012 sank das Konzernergebnis1 im Betrachtungszeitraum um 8%.

Die Ertragsteuern lagen im ersten Quartal 2013 bei 129 Millionen US-Dollar, dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 33,2%. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen die Ertragssteuern bei 137 Millionen US-Dollar bei einer Steuerquote von 25,8%. Bereinigt um den sonstigen Beteiligungsertrag lag die effektive Steuerquote im ersten Quartal 2012 bei 33,9%.
Der Gewinn je Stammaktie (EPS) lag im ersten Quartal 2013 bei 0,74 US-Dollar, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang von 40%. Im Vergleich zu dem um den Beteiligungsertrag bereinigten Gewinn je Stammaktie in Höhe von 0,80 US-Dollar im ersten Quartal 2012 sank der Gewinn je Stammaktie im ersten Quartal 2013 um 8%. Die durchschnittlich gewichtete Zahl der ausstehenden Aktien betrug im ersten Quartal 2013 rund 306,7 Millionen nach 304,2 Millionen im Vorjahresquartal. Der Anstieg der Zahl ausstehender Aktien resultiert aus der Ausübung von Aktienoptionen in den vergangenen zwölf Monaten.

Cash Flow
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 34% auf 315 Millionen US-Dollar. Dies entspricht 9,1% des Umsatzes.

Die Netto-Investitionen lagen bei 146 Millionen US-Dollar. Der Free Cash Flow vor Akquisitionen betrug 169 Millionen US-Dollar – dies entspricht 4,9% des Umsatzes – verglichen mit 359 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2012. Für Akquisitionen und Investitionen, abzüglich Desinvestitionen, wurden 71 Millionen US-Dollar aufgewendet. Der Free Cash Flow nach Akquisitionen und Desinvestitionen betrug 98 Millionen US-Dollar nach -1,167 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal des Vorjahres.

Patienten – Kliniken – Behandlungen
Zum 31. März 2013 versorgte Fresenius Medical Care 261.648 Dialysepatienten weltweit, 3% mehr als im Vorjahr. In Nordamerika erhöhte sich die Zahl der Patienten um 3% auf 167.233. In den Regionen außerhalb Nordamerikas (Segment „International“) stieg die Zahl der Patienten ebenfalls um 3% auf 94.415.
Zum 31. März 2013 betrieb das Unternehmen 3.180 eigene Dialysekliniken weltweit, ein Zuwachs von 2% gegenüber dem Vorjahr, davon 2.090 in Nordamerika und 1.090 außerhalb Nordamerikas. Dies entspricht einem Anstieg von je 2%.
Die Zahl der von Fresenius Medical Care weltweit durchgeführten Dialysebehandlungen stieg im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahr um 5% auf circa 9,7 Millionen. Davon entfielen 6,1 Millionen (+7%) auf Nordamerika und 3,5 Millionen (+2%) auf das Segment „International“.

Mitarbeiter
Zum 31. März 2013 beschäftigte Fresenius Medical Care 86.855 Mitarbeiter (durchschnittlich Vollzeitbeschäftigte; 31. Dezember 2012: 86.153).

Verschuldungsgrad (Debt/EBITDA-Verhältnis)
Der Verschuldungsgrad (Verhältnis der Finanzverbindlichkeiten zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sank von 2,96 zum Ende des ersten Quartals 2012 auf 2,78 zum Ende des ersten Quartals 2013. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 lag er bei 2,83.

Rating
Die Ratingagentur Standard & Poor’s gibt das Unternehmensrating für Fresenius Medical Care mit ‚BB+’ und einem „positiven“ Ausblick an. Das Rating von Moody‘s liegt weiterhin bei ‚Ba1’ mit „stabilem“ Ausblick. Fitch bestätigt das Unternehmensrating für Fresenius Medical Care mit ‚BB+’ und einem „stabilen“ Ausblick.

Aktienrückkaufprogramm und Vereinfachung der Aktienstruktur
Vorstand und Aufsichtsrat von Fresenius Medical Care haben ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 385 Millionen € beschlossen. Die Finanzierung erfolgt aus dem laufenden Cash Flow und bestehenden Kreditlinien.
Die beiden Gremien haben außerdem beschlossen, der Hauptversammlung der Gesellschaft und einer gesonderten Versammlung der Vorzugsaktionäre eine Vereinfachung der Aktienstruktur vorzuschlagen. Der Vorschlag sieht vor, die noch ausstehenden stimmrechtslosen Vorzugsaktien obligatorisch im Verhältnis 1:1 in stimmberechtigte Stammaktien umzuwandeln. Die Vorzugsaktien umfassen derzeit rund 1,3% des Grundkapitals der Gesellschaft.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 bestätigt
Für das Geschäftsjahr 2013 bestätigt Fresenius Medical Care seinen Umsatz- und Ergebnisausblick.
Fresenius Medical Care erwartet für das Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von mehr als 14,6 Milliarden US-Dollar, dies entspricht einem Zuwachs von mehr als 6%.

Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis soll im Geschäftsjahr 2013 zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden US-Dollar betragen. Dies entspricht einem Anstieg zwischen 5% und 15% gegenüber dem um den Beteiligungsertrag in Höhe von 140 Millionen US-Dollar bereinigten Konzernergebnis1 für 2012. Wie im Februar bei der Vorlage der Geschäftszahlen 2012 angekündigt, ist in der für das Konzernergebnis• angegebenen Spanne ein Effekt in Höhe von bis zu rund 45 Millionen US-Dollar aus einer eventuellen Rücknahme der angekündigten US•

Haushaltskürzungen („Sequestration“) für das Jahr 2013 berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen teilweisen oder vollständigen Rücknahme wird nach Einschätzung von Fresenius Medical Care im Jahresverlauf jedoch abnehmen.
Für Investitionen sind im laufenden Geschäftsjahr rund 700 Millionen US-Dollar vorgesehen, für Akquisitionen rund 300 Millionen US-Dollar. Der Verschuldungsgrad (Debt/EBITDA-Verhältnis) soll sich zum Ende des Geschäftsjahres 2013 auf einem Niveau von nicht über 3,0 bewegen.

Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care: „Wir sind sehr zuversichtlich, unser Prognose für das Gesamtjahr zu erreichen, auch wenn wir uns für das erste Quartal 2013 ein noch stärkeres Wachstum im internationalen Geschäft gewünscht hätten. Unser Unternehmen bewegt sich in einem Marktumfeld mit zahlreichen Herausforderungen und Unwägbarkeiten. Trotzdem haben wir im ersten Quartal insgesamt solide Ergebnisse erzielt – vor allem aufgrund des anhaltenden Wachstums bei Dialysedienstleistungen in Nordamerika. Dank des Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir die Basis für nachhaltiges Wachstum und für wichtige Innovationen zur bestmöglichen Versorgung unserer Dialysepatienten weltweit legen. Und wir werden weiter hart daran arbeiten, unser Geschäft auch künftig mit Erfolg auszubauen.“
1Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt 
(Pressemeldung vom vom 30.04.2013) 

Quelle: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA | Foto: Fresenius
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