Wissenschaft
Maritime Medizin: Neuer Institutsdirektor am ZfAM
Samstag, der 2.März 2013
Maritime Medizin: Neuer Institutsdirektor am ZfAM

Hamburg: Das Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz steht ab 1. März 2013 unter Leitung von Prof. Dr. Volker Harth. Er folgt auf Prof. Dr. med. Xaver Baur, der im vergangenen Jahr emeritiert wurde.

„Ich freue mich, dass wir mit Prof. Dr. Harth wieder einen erfahrenen Wissenschaftler und Experten als Leiter für unser Institut gewonnen haben“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und ich bin mir sicher, dass mit ihm das Institut seinen guten Ruf in der Maritimen Medizin mit großem wissenschaftlichem Renommee festigen wird.“

Das Hamburger Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) ist mit seiner einzigartigen Verbindung von Arbeits- und Schifffahrtsmedizin das größte universitäre arbeitsmedizinische Forschungsinstitut in Deutschland. Das von der BGV in Verknüpfung mit dem Ordinariat für Arbeitsmedizin und in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Eppendorf betriebene Institut hat in den letzten Jahren den Weg auf die Ebene der internationalen Wissenschaft und Gesundheitsprävention gefunden. Es ist WHO-Collaborating Centre und in diversen internationalen Forschungszusammenhängen tätig. Zu den Forschungsschwerpunkten gehören die gesundheitlichen Bedrohungen durch den globalisierten Warenverkehr, berufsbedingtes Asthma, asbestbedingte Erkrankungen und Stress in der Seeschifffahrt und an Land.

Prof. Dr. Harth: „Ich freue mich auf die neuen und spannenden Aufgaben in Hamburg. Es ist etwas ganz besonderes, die Leitung eines solchen renommierten Institutes zu übernehmen. Umso mehr, da sich vieles meiner bisherigen Arbeiten nahezu perfekt in die Schwerpunkte und kommenden Herausforderungen in der Arbeit des ZfAM einfügt.“

Die Forschungsschwerpunkte des neuen Institutsdirektors Prof. Dr. Harth liegen in der klinischen und experimentellen Arbeitsmedizin, speziell im Bereich der Krebsforschung, Lungenheilkunde und Prävention. Der Facharzt für Arbeitsmedizin verfügt neben einem Magister für Public Health über Zusatzqualifikationen im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung und des Ärztlichen Qualitätsmanagements. Der geborene Bonner studierte zunächst Humanmedizin, unter anderem in der Schweiz und den USA. Er promovierte experimentell im Bereich der Arteriosklerose-Forschung an der Medizinischen Universitäts-Poliklinik Bonn, wo er auch seine klinische Ausbildung erhielt. Im Jahr 2002 schloss er sein Zweitstudium mit dem Magister für Public Health an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ab.

Nach seinem Wechsel an das Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Ruhr-Universität Bochum (IPA) habilitierte Prof. Harth 2009 an der dortigen medizinischen Fakultät zum Thema "Molekular-epidemiologische Untersuchungen zur Kausalität von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches". Seit 2010 war er in planender und leitender Funktion im dortigen Europäischen Proteinforschungsinstitut (PURE) tätig. Schließlich erhielt er 2011 an der Bochumer Fakultät einen Ruf auf die Professur für molekulare Arbeitsmedizin und Public Health. Von 03/2012 bis 02/2013 stand er dem Institut und die Hochschulambulanz für Arbeitsmedizin, Umweltmedizin und Public Health (IAUP) der Universität des Saarlandes als Direktor vor.

Neben verschiedenen Vortragspreisen wurden dem Wissenschaftler 2002 der Nachwuchsförderpreis des Vereines zur Förderung der biomedizinischen Wissenschaften (Max-Planck-Institut, Dortmund) und 2009 der E.-W.-Baader-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) verliehen. In seinen aktuellen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Prof. Harth mit gesundheitlichen Aspekten unterschiedlicher Schichtarbeitssysteme (Wechsel- und Nachtschichtarbeit). Dieses Forschungsfeld fügt sich harmonisch in verschiedene Forschungsschwerpunkte des ZfAM ein. So untersucht z. B. die Arbeitsgruppe "Psychomentale Belastungen" die Bedeutung psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz.

Prof. Dr. Harth: "Hierbei besteht ein großer Handlungsbedarf für die Entwicklung und Implementierung evidenzbasierter Präventionsmaßnahmen, um frühzeitig psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz zu erkennen und zu vermeiden". (Pressemeldung vom 01.03.2013)

Quelle: Senat der Hansestadt Hamburg | Foto: Senat der Hansestadt Hamburg
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