Wirtschaft
Informationen zu neuen Rundfunkgebühren ab 2013
Montag, der 16.Juli 2012
Informationen zu neuen Rundfunkgebühren ab 2013
Schwerin : Am 1. Januar 2013 wird der 15. Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag (RÄStV) in Kraft treten. Das neue Berechnungsmodell wird deutliche Auswirkungen auch auf die Beteiligung von Unternehmen an der Rundfunkfinanzierung haben. Die Datenerfassung durch die Rundfunkanstalten der Länder ist in vollem Gange.
 
Grundlegende Abkehr vom gerätebezogenen Ansatz
Von der neuen Regelung sind alle Haushalte und Betriebsstätten betroffen. Die Berechnung der Gebühren basiert auf einer völlig neuen Grundlage. Sie werden künftig als Rundfunkbeiträge erhoben. Dies bedeutet, dass künftig nicht mehr die Anzahl der Geräte in einem Haushalt oder Unternehmen ausschlaggebend sein wird.
 
Rundfunkbeitrag nach Beschäftigte pro Betriebsstätte
Für Unternehmen wird die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pro Betriebsstätte über die Höhe des zu entrichtenden Beitrags entscheiden. Hierzu wird eine Staffelung eingeführt, nach welcher Beiträge in Höhe einer Drittel Gebühr (ein voller Beitrag ist künftig mit 17,98 € angesetzt) oder bis zu 180 Beiträgen für sehr große Unternehmen anfallen.
 
Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beschäftigten vollzeit- oder teilzeitbeschäftigt sind. Der Beitrag fällt jedoch nicht „pro Kopf“ an, sondern wird mit einer degressiven Staffel berechnet. Auszubildende gelten nicht als Beschäftigte bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahl pro Betriebsstätte. Ungeachtet dieser Mitarbeiterstaffelung ist ab dem zweiten PKW, für jedes Hotel- und Gästezimmer sowie für Ferienwohnungen ab der zweiten Raumeinheit ein Drittelbeitrag zu entrichten.
 
Alte Regelung noch bis Ende 2012
Bis zum In-Kraft-Treten der neuen Regelungen wird der bisherige Rundfunkstaatsvertrag aber weiterhin Gültigkeit behalten. Sowohl die Höhe der Beiträge als auch der Gerätebezug bleiben wie bisher unverändert bestehen. Erst ab dem 1. Januar 2013 wird die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) voraussichtlich lediglich das Inkasso betreiben, und die bisherigen, häufig kritisierten Kontrollen werden entfallen.
 
Informationsblatt der IHK für Unternehmen
Die IHK-Organisation hat im Zuge der derzeit laufenden Datenerfassung durch die GEZ ein Informationsblatt für Unternehmen erstellt. Darin sind auch die Antworten auf Fragen, die bisher von den Unternehmen an die IHKs gerichtet wurden. Weiteres hier (Pressemeldung vom 13.07.2012)
Quelle: IHK zu Schwerin | Foto: IHK zu Schwerin
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