Wirtschaft
HHLA will nach Steigerung von Umsatz und Gewinn Dividende deutlich erhöhen
Montag, der 2.April 2012
HHLA will nach Steigerung von Umsatz und Gewinn Dividende deutlich erhöhen
Hamburg: Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist im Geschäftsjahr 2011 in ihren Kernmärkten überdurchschnittlich stark gewachsen und hat dabei Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. So nahm der Containerumschlag um 21,3 Prozent auf 7,1 Mio. Standardcontainer (TEU) zu, der Containertransport um 11,3 Prozent auf 1,9 Mio. TEU. Der Umsatz wuchs um 14,0 Prozent auf 1.217,3 Mio. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) um 7,3 Prozent auf 207,0 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter verbesserte sich um 17,1 Prozent auf 89,3 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet die HHLA einen Anstieg von Containeraufkommen, Umsatz und Ergebnis im Bereich von 5 Prozent.
 
„Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2011 sind wir sehr zufrieden. Wir sind in einem schwierigen Marktumfeld schneller gewachsen als unsere wichtigsten Wettbewerber und haben dabei Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert“, erklärte der HHLA-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Peters bei der Vorlage des Jahresabschlusses 2011. „Vor dem Hintergrund des Aufbaus von Terminalüberkapazitäten in den nordeuropäischen Wettbewerbshäfen, der schwierigen Situation in der Containerschifffahrt sowie des weiterhin verzögerten Fahrrinnenausbaus der Elbe ist dies eine beachtliche Leistung.“ Dabei stieg der Marktanteil der HHLA Container Terminals am Gesamtumschlag der Häfen Rotterdam, Hamburg, Antwerpen sowie der Bremischen Häfen von 17,4 Prozent im Jahr 2010 auf 19,3 Prozent im Jahr 2011.
 
Ihre im Verlauf des Jahres angehobene Umsatzprognose für 2011 hat die HHLA vollständig erfüllt. Angesichts des unerwartet starken Mengenwachstums und der damit verbundenen Spitzenbelastungen im Containerumschlag bei gleichzeitigen Ausbaumaßnahmen auf den Terminals ließ sich das ursprünglich angestrebte Ziel einer Verbesserung der Ergebnismarge nicht erreichen. Zu Zusatzbelastungen führte auch die noch nicht realisierte Fahrrinnenanpassung der Elbe. Die daraufhin leicht zurückgenommene Ergebnisprognose hat das Unternehmen jedoch trotz zusätzlicher Belastungen durch Wertberichtigungen mehr als erfüllt. Das Ergebnis pro Aktie des börsennotierten Teilkonzerns Hafenlogistik verbesserte sich um 20,2 Prozent auf 1,20 Euro je Aktie.
 
Dividendenerhöhung auf 0,65 Euro vorgeschlagen
Auf der Basis dieser erfreulichen Ergebnisentwicklung schlagen HHLA-Vorstand und -Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 14. Juni 2012 eine Erhöhung der Dividende vor. Dieser Vorschlag folgt der bisherigen kontinuierlichen, am Ergebnis orientierten Ausschüttungspraxis. So soll für die an der Börse gehandelten Aktien des Teilkonzerns Hafenlogistik, auf den 98 Prozent des HHLA-Umsatzes entfallen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von 0,65 Euro je dividendenberechtigter Aktie aus dem Jahresüberschuss gezahlt werden. Das entspricht einer Steigerung von 18,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Ausschüttungsquote von 54,1 Prozent des Jahresüberschusses nach Anteilen anderer Gesellschafter.
 
Ausblick 2012: Wachstum im Bereich von 5 Prozent bei deutlich abgeschwächter Dynamik der weltwirtschaftlichen Entwicklung
Nach dem bisherigen Jahresverlauf und aktuellen Markteinschätzungen ist für das Jahr 2012 mit einer erheblich abgeschwächten Entwicklung von Weltwirtschaft, Welthandel und Containerumschlag zu rechnen. So wird gegenwärtig für Nordeuropa ein Wachstum des Containerumschlags zwischen 1 und 2 Prozent erwartet, das Transportaufkommen in Deutschland soll 2012 um 2 bis 3 Prozent zulegen. Sollte sich der derzeitige Trend einer deutlich verlangsamten, aber unverändert aufwärts gerichteten weltwirtschaftlichen Entwicklung fortsetzen und zügig mit der Fahrrinnenanpassung der Elbe begonnen werden, rechnet die HHLA mit einem erneut überdurchschnittlichen Wachstum bei Umschlag, Transport, Umsatz und Ergebnis im Bereich von 5 Prozent. Dazu sollen auch Liniendienste aus der neuen Kooperation von CMA CGM, MSC und UASC sowie der G6 Alliance beitragen, die sich für das Serviceangebot der HHLA entschieden haben bzw. ihre langjährige Zusammenarbeit mit der HHLA fortsetzen.
 
Kapitalausstattung weiter verbessert
Die HHLA hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre solide Bilanzstruktur weiter gestärkt und ihre gute Liquiditätssituation verbessert. So erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 35,6 Prozent (im Vorjahr: 33,1 Prozent). Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (Mittelzufluss) legte auf 266 Mio. Euro (Vorjahr: 207 Mio. Euro) zu. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital, der so genannte ROCE (Return on Capital Employed), stieg auf 15,4 Prozent (Vorjahr: 14,6 Prozent), womit der Unternehmenswert erneut gesteigert wurde.
 
Integriertes Geschäftsmodell fördert erfolgreichen Wachstumskurs
Die Wachstumsdynamik auf den Hamburger Containerterminals der HHLA bestimmten im Geschäftsjahr 2011 die Fahrtgebiete Fernost (+ 19 Prozent) und Osteuropa/Ostseeraum (+ 49 Prozent). Das Fahrtgebiet Nordamerika ragte dank neuer Liniendienste nach Hamburg mit einem deutlichen Zuwachs von mehr als 50 Prozent heraus. Die HHLA hat dabei von der wirtschaftlichen Erholung in Mittel- und Osteuropa, dem starken Wachstum in Asien sowie steigenden Exporten Nordamerikas profitiert. Die überwiegend per Bahn durchgeführten Hinterlandtransporte der HHLA von und nach Hamburg sowie anderen europäischen Häfen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem hohen Niveau aus mit über 11 Prozent deutlich gewachsen und erreichten mit 1,9 Millionen
Standardcontainern ein neues Rekordniveau.
 
Für diese erfolgreiche Entwicklung hat die HHLA 2011 in eine weitere Verbesserung ihres Leistungs- und Serviceangebots sowie einen Ausbau des Hinterlandnetzwerks investiert und ihre operativen Prozesse weiter verbessert. So u. a. durch
  • den Ausbau von Großschiffsliegeplätzen an den Terminals Burchardkai und Tollerort
  • die Inbetriebnahme zweier Inlandterminals in Polen (Posen) und Tschechien (Ostrau)
  • die Eröffnung des neuen Standorts für die Lkw-Zustellung in München
  • Investitionen in eigene Traktion (Lokomotiven für die HHLA-Bahntochter Metrans)
 
Auch in diesem Jahr wird die HHLA ihre Wettbewerbsposition durch Investitionen in ihre Containerterminals stärken und ihr Hinterlandnetzwerk erweitern. Die Schwerpunkte liegen dabei im Ausbau des Container Terminals Burchardkai (Lagerblöcke, Containerbrücken, Van Carrier) und des Container Terminals Odessa (Bau von Großschiffsliegeplätzen). Im Hinterland erweitert die
HHLA-Bahntochter Metrans durch den Bau eines weiteren Hub-Terminals in Tschechien (Česká Třebová) sowie den Erwerb zusätzlicher Bahnwaggons und Lokomotiven ihr Transportnetzwerk in Mittel- und Osteuropa.
 
Auszeichnungen für das Nachhaltigkeitsengagement der HHLA
Mit einer Vielzahl von Maßnahmen hat die HHLA im Jahr 2011 ihre Anstrengungen für die Realisierung ihrer Nachhaltigkeitsziele fortgesetzt. Für den Erfolg des Pilotprojekts „Null Emission“ mit batteriebetriebenen Transportfahrzeugen am HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) erhielten die HHLA und der Fahrzeughersteller Gottwald Port Technology den Nachhaltigkeitspreis Hanse Globe. Im Sommer 2011 wurden auf den Dächern des Logistikzentrums Altenwerder und der Werkstatt des Container Terminals Tollerort (CTT) Fotovoltaikanlagen errichtet, die im Jahr 2011 bereits rund 210.000 kWh Strom produziert haben. Seit 2008 hat die HHLA ihre spezifischen CO2-Emissionen um 21 % abgesenkt. Bis zum Jahr 2020 soll ein Rückgang um insgesamt 30 % erreicht werden. In einer Studie der renommierten Forschungseinrichtung Fraunhofer SCS wurde die HHLA im Mai 2011 als einer von sechs „Vorreitern für Nachhaltigkeit“ in der Logistikbranche in Deutschland ausgezeichnet. Der HHLA wurde dabei ein „herausragendes nachhaltiges Niveau“ bescheinigt.
 
Entwicklung wichtiger Konzernzahlen des Geschäftsjahres 2011 im Überblick
  • Die Umsatzerlöse stiegen um 14,0 % auf 1.217,3 Mio. Euro.
  • Das Betriebsergebnis (EBIT) übertraf mit 207,0 Mio. Euro das Vorjahr um 7,3 %.
  • Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um 4,3 % auf 118,8 Mio. Euro.
  • Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter wuchs um 17,1 % auf 89,3 Mio. Euro.
  • Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verzeichnete einen Zuwachs von 28,6 % auf 266,1 Mio. Euro.
  • Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 33,1 auf 35,6 %.
  • Das Ergebnis pro Aktie liegt mit 1,20 Euro für den börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik im Jahr 2011 um 20,2 % über dem Vorjahr.
  • Der Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2011 wird eine Dividende in Höhe von 0,65 Euro je börsennotierte A-Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 54,1 % und einer Dividendenerhöhung von 18,2 %.
Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik, in dem das Kerngeschäft der HHLA zusammengefasst ist, erzielte 2011 einen Umsatz von 1.190,6 Mio. Euro (+ 14,2 Prozent) und ein EBIT von 194,8 Mio. Euro (+ 8,3 Prozent). Der Teilkonzern Hafenlogistik hat damit 97,6 % des Konzernumsatzes und 94,1 % des Konzern-EBIT erwirtschaftet.
 
Den Geschäftsberichts finden Sie unter: www.hhla.de/geschaeftsbericht
 
Die Hamburger Hafen und Logistik AG ist ein führender Hafenlogistiker in Europa. Mit ihren Segmenten Container, Intermodal und Logistik ist die HHLA vertikal entlang der Transportkette aufgestellt. Effiziente Containerterminals, leistungsstarke Transportsysteme und umfassende Logistikdienstleistungen bilden ein komplettes Netzwerk zwischen Überseehafen und europäischem Hinterland. (Pressemeldung vom 30.03.2012)
Quelle: HHLA | Foto: HHLA
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