Wirtschaft
Maritimes Frühstück 2012 in Berlin
Mittwoch, der 8.Februar 2012
Maritimes Frühstück 2012 in Berlin
Berlin: Auf große Resonanz ist heute (07.02.2011) das dritte Maritime Frühstück in Ber•lin gestoßen, zu dem die IHK Schleswig-Holstein und der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V. (GvSH) gemeinsam eingeladen hatten. Rund 50 Gäste, unter ihnen zahlreiche Bundestagsabgeordnete, informierten sich aus erster Hand über die Entwicklung der maritimen Wirtschaft in Deutschlands nördlichstem Bundesland. Der Ausbau der Seehafenhinterlandanbindungen sowie des Nord-Ostsee-Kanals und die Weiter•entwicklung des Bereichs Offshore-Windenergie standen dabei im Mittelpunkt. 
 
Gastrednerin des maritimen Frühstücks – das bereits zum dritten Mal in Berlin stattfand – war die schleswig-holsteinische Wirtschafts-und Verkehrsstaatssekretärin Dr. Tamara Zieschang, die in ihrer Rede an die Bedeutung der schleswig-holsteinischen Seehäfen für den gesamten norddeutschen Raum erinnerte. Außerdem ging Zieschang auf den hohen Stellenwert des Nord-Ostsee-Kanals als nordeuropäische Seeverkehrsachse ein: Durch den Neubau einer fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel werde die Wettbewerbsfähigkeit der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt langfristig gesichert. Dies trage zu einer erheblichen Stärkung des Hamburger Hafens und damit der gesamten Metropolregion Unterelbe bei. Dr. Tamara Zieschang dankte den anwesenden Bundestagsabgeordneten für ihre Unterstützung bei der Finanzierung des Schleusenprojekts. Mit Blick auf die Zukunftsperspektiven der maritimen Wirtschaft hob sie das große Potential der Offshore-Windenergie hervor: „Die Errichtung und Versorgung von Offshore-Windparks ist eine große logistische Herausforderung für die Häfen, bietet aber zugleich viele Chancen. Auch die schleswig-holsteinischen Häfen werden hiervon profitieren“.
 
Als Gastgeber forderten Peter Michael Stein, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein, sowie Frank Schnabel, Vorstandsvorsitzender des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V., eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Seehäfen und ihrer Hinterlandanbindungen im nördlichsten deutschen Bundesland. Schnabel erinnerte dabei an die große Bandbreite der Funktionen, die Schleswig-Holsteins Häfen wahrnehmen: Sie bilden Brückenköpfe für den Fährverkehr im Ostseeraum, gewährleisten einen effizienten Massen-und Stückgutumschlag, dienen als Produktions- und Logistikstandorte der Errichtung und dem Betrieb von Offshore-Windparks und ermöglichen nicht zuletzt auch die Weiterentwicklung des prosperierenden Kreuzfahrt•tourismus in Nordeuropa. Schleswig-Holstein sei, so hob Frank Schnabel hervor, das einzige Bundesland mit direktem Zugang zu zwei Meeren. „Auch aus diesem Grunde fällt den Häfen Schleswig-Holstein eine besondere Bedeutung zu“, betonte der GvSH-Vorstandsvorsitzende. Dieser Bedeutung könnten die Häfen jedoch nur dann auf Dauer gerecht werden, wenn nachhaltig in ihre Entwicklung investiert und zudem die verkehrliche Erreichbarkeit der Seehäfen verbessert werden.
 
IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Michael Stein mahnte ebenfalls einen raschen Ausbau der Hinterlandanbindungen an und forderte in diesem Zusammenhang eine rasche Umsetzung der in der s.g. „Ahrensburger Liste“ zusammengefassten 19 hafenrelevanten Infrastrukturprojekte Norddeutschlands. Diese Liste hatte auch Eingang in das 2009 verabschiedete Nationale Hafenkonzept gefunden. Besonders hob Stein in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Küstenautobahn A 20 hervor: „Der durchgängige Ausbau dieser Küstenroute mit fester Elbquerung bei Glückstadt ist das wichtigste überregionale Infrastrukturprojekt für Schleswig-Holstein“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer, „sie entlastet das Nadelöhr Hamburg und verbessert so die verkehrliche Anbindung der Häfen und Schleswig-Holsteins an die Wirtschaftszentren Westdeutschlands erheblich“. Stein appellierte an die anwesenden Bundestagsabgeordneten, sich für eine Aufnahme aller Teilbereiche der A 20 als prioritäre Vorhaben in den Investitionsrahmenplan 2011 -2015 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes einzusetzen. Außerdem warb er für weitere Investitionen in den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals und erinnerte in diesem Zusammenhang insbesondere an die notwendige Anpassung der Oststrecke vor Kiel, die noch immer das Profil von 1914 aufweise. 
Das Maritime Frühstück 2012 fand am 7. Februar um 7:00 Uhr im Hotel The Ritz-Carlton in Berlin statt. Es diente der Information und dem Austausch zwischen Mitgliedern des Deutschen Bundestages sowie Vertretern aus Politik und maritimer Wirtschaft des Landes Schleswig-Holstein. Gastgeber waren – wie bereits beim letzten Maritimen Frühstück 2011 -die IHK Schleswig-Holstein und der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V. (GvSH). (Pressemeldung vom 07.02.2012)
 
Quelle: Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V.,IHK SH | Foto: GvSH
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