Wissenschaft
ArianeGroup und ESA unterzeichnen Vertrag für zukünftiges Prometheus-Triebwerk
Freitag, der 15.Dezember 2017
ArianeGroup und ESA unterzeichnen Vertrag für zukünftiges Prometheus-Triebwerk
Paris: Prometheus ist ein europäischer Technologie-Demonstrator für ein kostengünstiges wiederverwendbares Triebwerk, das Flüssigsauerstoff (LOx) und Methan verbrennt. Prometheus ist Wegbereiter für den Einsatz von zukünftigen Triebwerken in europäischen Trägerraketen ab 2030.
 
Ziel ist es, zukünftige Flüssigstofftriebwerke zu einem Stückpreis von rund einer Million Euro herzustellen, das heißt um 90 Prozent günstiger als das aktuelle Triebwerk vom Typ Vulcain®2. Die Bewältigung einer solchen technischen Herausforderung erfordert ein völlig neues Konzept und den Einsatz innovativer Entwurfs- und Fertigungsmittel. Neben der Veränderung der herkömmlichen Ariane-Treibstoffe  (Wechsel von   Flüssigsauerstoff / Flüssigwasserstoff zu Flüssigsauerstoff / Methan), setzt der Demonstrator auf wichtige Entwicklungen – darunter die Digitalisierung der Triebwerkssteuerung und ‑diagnose sowie 3-D-Druckfertigungsverfahren in einer vernetzten Fabrik.
 
Unterzeichnet wurde der entsprechende Vertrag heute von Daniel Neuenschwander, Direktor für für Raumfahrzeugträger bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), und Alain Charmeau, CEO der ArianeGroup, einem zu gleichen Teilen von Airbus und Safran gehaltenen Joint Venture. Der Vertrag hat ein Volumen von 75 Millionen Euro und beinhaltet Entwicklung, Herstellung und Tests der beiden ersten Exemplare des Prometheus-Demonstrators. Die französische Raumfahrtbehörde CNES führt die frühe Design-Phase, die Tests sollen ab 2020 am Prüfstand P5 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen durchgeführt werden.
Foto: Prometheus ist ein europäischer Technologie-Demonstrator für ein kostengünstiges Triebwerk, das Flüssigsauerstoff und Methan verbrennt. Die daraus abgeleiteten Technologien könnten ab 2030 bei europäischen Trägerraketen zum Einsatz kommen. © ArianeGroup Holding
 
„Die Entwicklung der Ariane 6 verläuft im vorgegebenen Zeitrahmen, wobei das Hauptaugenmerk auf dem für 2020 geplanten Erstflug liegt. Dieser neue Prometheus-Vertrag mit der Europäischen Weltraumorganisation dient der Vorbereitung der Zukunft der europäischen Trägerraketen. Ziel ist es, ein wiederverwendbares Triebwerk zu einem Zehntel der Kosten eines aktuellen Triebwerks vom Typ Vulcain®2 zu entwickeln und zu fertigen. Ich bedanke mich bei der ESA und ihren Mitgliedstaaten für ihre Unterstützung und das in uns gesetzte Vertrauen, die europäischen Technologien von morgen zu entwickeln.“
 
Nach Abschluss der ersten Phase Anfang Dezember bestätigte das erste Programm-Review die Übereinstimmung der getroffenen Konstruktionsentscheidungen mit den geforderten Triebwerksspezifikationen und insbesondere mit den angestrebten Zielen bezüglich der wiederkehrenden Kosten. Parallel dazu ist die Erprobung der Subsysteme mit der Testkampagne für den im 3-D-Druckverfahren hergestellten Gasgenerator auf dem Prüfstand P8 des DLR in Lampoldshausen angelaufen.
 
ArianeGroup entwickelt und liefert innovative und wettbewerbsfähige Lösungen für zivile und militärische Trägerraketen mit den modernsten Antriebstechnologien. Der Konzern ist als Hauptauftragnehmer der europäischen Trägerraketenfamilien Ariane 5 und Ariane 6 für die gesamte Produktionskette der Träger verantwortlich – vom Entwurf über die gesamte Produktionskette bis hin zur Vermarktung über sein Tochterunternehmen Arianespace. Zudem ist ArianeGroup Hauptauftragnehmer für die ballistischen Trägerraketen der französischen Marine. ArianeGroup und die Tochterunternehmen sind weltweit anerkannte Spezialisten für Raumfahrtausrüstungen und -antriebe, ihr Know-how findet auch in anderen Industriezweigen Anwendung. ArianeGroup ist ein zu gleichen Teilen von Airbus und Safran gehaltenes Joint Venture. Mit knapp 9.000 hochqualifizierten Mitarbeitern in Frankreich und Deutschland erzielt der Konzern einen geschätzten Pro-Forma-Umsatz von mehr als 3 Milliarden Euro.  (Pressemeldung vom 15.12.2017)
Quelle: ArianeGroup Holding | Foto: ArianeGroup Holding
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