Wirtschaft
Zweites WEMAG-Batteriespeicherkraftwerk geht in Schwerin ans Netz
Montag, der 17.Juli 2017
Zweites WEMAG-Batteriespeicherkraftwerk geht in Schwerin ans Netz
Schwerin: In der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns hat das zweite Batteriespeicherkraftwerk des Öko-Energieversorgers WEMAG offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Das neue Kraftwerk liefert eine Leistung von zehn Megawatt (MW) und damit doppelt so viel, wie das im Juli 2014 ans Netz gegangene erste Batteriespeicherkraftwerk. Caspar Baumgart bezeichnete die mit überwiegend eigenen Ressourcen realisierte Erweiterung des vorhandenen Batteriespeichers als ein Gesellenstück des Unternehmens. „Wir wollen damit unsere Innovationskraft auf dem Gebiet des Speicherbaus unterstreichen und anderen Marktteilnehmern dieses Know-how anbieten“, sagte der WEMAG-Vorstand. So sollen den Kunden künftig komplette Speichersysteme schlüsselfertig angeboten werden. Der Energieversorger mit Stammsitz in Schwerin hat in die Planung, Erweiterung und Inbetriebnahme des Batteriespeicherkraftwerkes Schwerin 2 etwa 5,2 Mio. Euro investiert.
 
„Das Batteriespeicherwerk ist ein wichtiger und zukunftsweisender Beitrag zur Energiewende“, sagte Energieminister Christian Pegel. „Es erhöht die Stabilität der Stromnetze und zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern zu den Wegbereitern der erneuerbaren Energien zählt.“
 
Auf Grundlage des bestehenden 5-MW-Batteriespeichers Schwerin 1 hat die WEMAG die Erweiterung eines weiteren Batteriespeicherkraftwerkes Schwerin 2 zur Erbringung von Primärregelleistung geplant und errichtet. „Mit der Inbetriebnahme von Schwerin 2 hat sich die nutzbare Speicherkapazität des Batteriespeicherkraftwerks auf 15 Megawattstunden verdreifacht“, erklärte Tobias Struck, Geschäftsführer der Batteriespeicher Schwerin GmbH & Co. KG, der bei der WEMAG auch den Bereich Speicher und Projekte verantwortet. Die präqualifizierte Leistung von insgesamt 10 MW wird über einen technischen Verbund aus 53.444 Lithium-Ionen-Akkus in 215 Batterieschränken, 18 Wechselrichtern, neun Transformatoren und einer Mittelspannungsanlage bereitgestellt.
Foto: Der Vorsteher des Kommunalen Anteilseignerverbandes der WEMAG Michael Ankermann, WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, der Referatsleiter im Energieministerium Dr. Steffen Lindemann und Schwerins Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum beim Rundgang mit Batteriespeicher-Geschäftsführer Tobias Struck (v.l.). Foto: WEMAG/Stephan Rudolph-Kramer
 
Der WEMAG-Speicher in Schwerin ist der europaweit größte hybride Lithium-Batterien-Verbund. „Wir haben mit unserem Partner Younicos zwei unterschiedliche Batteriegenerationen unter einem Dach integriert, was insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Klimatisierung und der stark gestiegenen Kapazität neuer Batterien eine Herausforderung war“, ergänzte Struck. Der Speicher bietet noch Ausbaureserven, um auch künftige Batteriegenerationen zu integrieren und das Portfolio möglicher Systemdienstleistungen zu erweitern.
 
Zur Refinanzierung wird die vom Übertragungsnetzbetreiber präqualifizierte Leistung des Batteriespeichers in Höhe von 10 MW am Primärregelleistungsmarkt angeboten. In wöchentlichen Auktionen werden die Preise für die Bereitstellung der notwendigen Regelleistung von 575 MW für Deutschland ermittelt. Diese wird wochenweise je Megawatt Regelleistung vergütet und so den Betrieb des Speichers finanzieren. Seit der Inbetriebnahme des Batteriespeicherkraftwerks Schwerin 1 konnte die Anlage 127 Mal vermarktet werden und hat davon 123 Zuschläge erhalten.
 
Der Batteriespeicher hat in erster Linie die Aufgabe, bei schwankender Einspeisung des Stroms aus Erneuerbare-Energien-Anlagen das Stromnetz zu stabilisieren. Darüber hinaus soll der stationäre Großspeicher für den Wiederaufbau des Stromnetzes nach Großstörungen im elektrischen Versorgungsnetz sorgen, so dass Schäden in Millionenhöhe vermieden werden können. Vor diesem Hintergrund soll derzeit ein innovatives Schwarzstartkonzept unter dem Titel „Kickstarter“ zur Marktreife gebracht werden. Es wird von einem Konsortium bestehend aus der Energieversorgung Schwerin GmbH & Co. Erzeugung KG, dem Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgung der Universität Rostock, der WEMAG AG und der Younicos AG realisiert sowie von der Förderinitiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert. (Pressemeldung vom 14.07.2017)
Quelle: WEMAG AG | Foto: WEMAG, Stephan Rudolph-Kramer
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