Wissenschaft
Palliativmedizinischer Konsildienst unterstützt Kliniken des UKSH
Freitag, der 29.Mai 2015
Palliativmedizinischer Konsildienst unterstützt Kliniken des UKSH

Lübeck: Die Medizinische Klinik I am Campus Lübeck (Direktor: Prof. Dr. Jürgen Steinhoff) hat jetzt einen palliativmedizinischen Konsildienst für alle Kliniken am Campus eingerichtet. „Wir möchten damit allen Kolleginnen und Kollegen Unterstützung bei der Betreuung von Patienten mit unheilbar fortschreitenden Erkrankungen im vorgerückten Krankheitsstadium anbieten“, sagt Oberarzt Dr. Norman Kripke, Leiter der Interdisziplinären Palliativstation des UKSH, die der Med. Klinik I zugeordnet ist. „Unsere Aufgabe sehen wir darin, das ärztliche und pflegerische Personal auf den betreuenden Stationen in Fragen der spezialisierten palliativmedizinischen Versorgung zu entlasten.“

Das multiprofessionelle Team des palliativmedizinischen Konsildienstes besteht aus einem Palliativmediziner, Palliative-Care-Pflegekräften, einer Psychologin, einer Physiotherapeutin, einer Sozialpädagogin und Seelsorgern. Um den Konsildienst für Palliativpatienten in allen Kliniken des UKSH anbieten zu können, sind die Stellen aktuell aufgestockt worden.

Die interdisziplinäre Palliativstation verfügt über sechs Zimmer, in denen die acht Patienten rund um die Uhr nach ihren individuellen Bedürfnissen behandelt werden. Für Angehörige besteht die Möglichkeit, im Zimmer zu übernachten.
„Unsere konsiliarische Beratung und Unterstützung bezieht sich u.a. auf die Symptomkontrolle etwa bei Atemnot, Übelkeit, Erbrechen oder Schmerzen. Bei Fragen zur medikamentösen Behandlung, zur ganzheitlichen palliativmedizinischen Pflege oder zur Ernährung stehen wir ebenso zur Verfügung wie bei psychologischen, seelsorgerischen oder sozialen Problemen“, erläutert Dr. Kripke.

Im Vordergrund ganzheitlicher palliativmedizinischer Betreuung steht nicht die Lebensverlängerung um jeden Preis, sondern die bestmögliche Lebensqualität für den Patienten. Der respektvolle und menschenwürdige Umgang sowie das selbstbestimmte Leben der Patienten bestimmen das Handeln der Palliativmediziner. Eines der wichtigsten Anliegen ist die Beschwerdelinderung. Auch die Begleitung und Unterstützung der Angehörigen gehört als Selbstverständlichkeit mit zum Konzept.

Der Bedarf und auch die Nachfrage nach palliativmedizinischer Versorgung sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Das UKSH bietet seinen Patienten mit den Möglichkeiten der Maximalversorgung und der damit verbundenen Interdisziplinarität bereits jetzt eine qualitativ hochwertige Palliativmedizin an. Mit dem neu implementierten Konsildienst wird die Versorgung weiter verbessert.

Palliativversorgung gehört bisher in Deutschland nicht zur Regelversorgung. Das könnte sich bald ändern. Das Bundesgesundheitsministerium hat im Mai einen Entwurf für ein Hospiz- und Palliativgesetz vorgelegt, in dem u.a. ein Rechtsanspruch auf palliative Versorgung verankert werden soll.

Der palliativmedizinische Konsildienst am Campus Lübeck kann bei Bedarf aus allen Kliniken des UKSH angefordert werden. (Pressemeldung vom 29.05.2015) 

Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein | Foto: UKSH, Campus Lübeck
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