Wirtschaft
Deutsche Telekom erhöht das Wachstumstempo - Konzernüberschuss steigt im vierten Quartal 2014
Donnerstag, der 26.Februar 2015
Deutsche Telekom erhöht das Wachstumstempo - Konzernüberschuss steigt im vierten Quartal 2014

Bonn: Starkes Wachstum verzeichnete die Deutsche Telekom im vierten Quartal des vergangenen Jahres. Der Konzernumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 17,0 Milliarden Euro. Auch in der organischen Betrachtung, also ohne Wechselkurseffekte und Veränderungen des Konsolidierungskreises, ergibt sich ein deutliches Plus von 5,6 Prozent. Im Gesamtjahr 2014 erzielte die Telekom ein berichtetes Umsatzplus von 4,2 Prozent auf 62,7 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA kletterte um 0,8 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Dies entspricht dem Zielwert für 2014. Im vierten Quartal 2014 legte das bereinigte EBITDA sogar um 9,5 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro zu. Das organische Plus lag hier bei 6,9 Prozent.

"Das war ein starkes Quartal zum Abschluss eines erfolgreichen Jahres", erklärte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. "Wir haben den Konzern wieder auf Wachstumskurs gebracht und wir werden diesen Weg konsequent weitergehen."

Die Deutsche Telekom investierte noch stärker als im Vorjahr in ihre Netze. Im Jahr 2014 gab der Konzern gemessen am Cash Capex vor Ausgaben für Mobilfunkspektrum 9,5 Milliarden Euro aus. Das waren 7,6 Prozent mehr als 2013. Folgerichtig ging der Free Cashflow wie erwartet um 10,1 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro zurück und lag damit im Rahmen des Zielwerts für das Gesamtjahr.

Als Folge des EBITDA-Anstiegs legte der bereinigte Konzernüberschuss im vierten Quartal um 12,4 Prozent auf 399 Millionen Euro zu. Unbereinigt gab es im Vorjahresvergleich wegen negativer Sondereinflüsse im vierten Quartal 2013 sogar ein Plus von mehr als 85 Prozent. In der Gesamtjahresbetrachtung verzeichnete die Telekom bereinigt wegen höherer planmäßiger Abschreibungen aufgrund gestiegener Netzinvestitionen sowie der Einbeziehung von MetroPCS über 12 Monate ein Minus von 12,1 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der unbereinigte Konzernüberschuss verdreifachte sich – maßgeblich beeinflusst durch den Teilverkauf der Scout-Gruppe – im Gesamtjahr gegenüber 2013 auf 2,9 Milliarden Euro.

Auf Basis der Ergebnisse schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 21. Mai eine unveränderte Dividende von 0,50 Euro je Aktie vor. Wie in den beiden Vorjahren können Aktionäre diese bar oder auf Wunsch auch in Form von Aktien erhalten.

Deutschland – Umsatzplus im vierten Quartal
Erstmals seit Bestehen des operativen Segmentes Deutschland erzielte die Telekom auf ihrem Heimatmarkt in einem Quartal ein Umsatzwachstum. Mit 5,7 Milliarden Euro im vierten Quartal lag der Umsatz 1,6 Prozent höher als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das bereinigte EBITDA sank aufgrund von Marktinvestitionen zur Einführung der MagentaMobil- und MagentaEins-Tarife und des hohen Smartphone-Absatzes um 1,3 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro.

Eine starke Entwicklung verzeichnete die Telekom im deutschen Mobilfunkgeschäft. Im Jahresvergleich stiegen die mobilen Serviceumsätze im vierten Quartal um 1,8 Prozent. Die Telekom lag damit nicht nur klar besser als die Entwicklung des Gesamtmarktes, sondern baute den Abstand zur Nummer zwei nochmals deutlich aus. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden unter den eigenen Marken Telekom und Congstar wuchs zwischen Oktober und Dezember um 277.000. Im vierten Quartal boomte der Smartphone-Absatz. Mit mehr als 1,5 Millionen verkauften Geräten verzeichnete der Konzern hier sein bestes Quartal. Rund drei Viertel der verkauften Smartphones im Gesamtjahr 2014 waren LTE-fähige Geräte. Die Zahl der Kunden, die ein LTE-fähiges Gerät nutzen und einen LTE-Tarif gebucht haben, verdoppelte sich binnen Jahresfrist auf mehr als 5,6 Millionen.

Die Nachfrage nach den Glasfaser-Produkten FTTH und VDSL hat sich weiter verstärkt. Im vierten Quartal haben sich 323.000 Kunden für einen glasfaserbasierten Anschluss entschieden, 143 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl dieser Anschlüsse kletterte innerhalb eines Jahres um 66 Prozent auf mehr als 2,5 Millionen. Besonders stark legte die Telekom bei Neukunden in den VDSL-Ausbaugebieten zu, hervorgerufen durch den Vermarktungsstart von Vectoring für 1,3 Millionen Haushalte im vierten Quartal. Zu den positiven Entwicklungen des Quartals gehörte auch der Anstieg der Entertain-Kundenzahl auf mehr als 2,4 Millionen. Dabei buchten mehr als 40 Prozent der VDSL-Neukunden Entertain hinzu. In den VDSL-Ausbaugebieten liegt dieser Wert sogar noch höher. Im Breitbandmarkt konnte die Telekom mit 20.000 Breitband-Nettoneuzugängen die Trendverbesserung fortführen.

USA – T-Mobile US setzt Erfolgsstory fort
Mit beeindruckenden Zahlen hat T-Mobile US das Jahr 2014 abgeschlossen. Zwischen Oktober und Dezember verzeichnete das Unternehmen erneut starke Kundenzuwächse. Die Gesamtkundenzahl stieg um 2,1 Millionen auf mehr als 55 Millionen. Davon waren 1,3 Millionen neue Vertragskunden. Im Gesamtjahr wuchs die Kundenbasis um 8,3 Millionen.

Diese Erfolge wirken sich wie erwartet zunehmend positiv auf die Finanzkennzahlen aus. Im vierten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 17,5 Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar. Noch deutlich stärker fiel die Entwicklung beim bereinigten EBITDA aus. Hier gab es ein Plus von 27,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Umgerechnet in Euro fielen die Entwicklungen durch den im Quartalsverlauf im Verhältnis zum Euro steigenden Dollar rechnerisch noch kräftiger aus: Hier errechnet sich ein Umsatzplus von 28 Prozent und ein Anstieg des bereinigten EBITDA von 39 Prozent.

Basis des Erfolges bleiben die Initiativen der Un-Carrier-Strategie und die Investitionen in das Netz. T-Mobile US hat die Bevölkerungsabdeckung und die Qualität des Mobilfunknetzes in den vergangenen Quartalen konsequent ausgebaut. Zum Jahresende versorgte das 4G LTE-Netz des Unternehmens 265 Millionen Menschen. Das ist ein Zuwachs von 56 Millionen gegenüber 2013 und deutlich mehr als die Zielmarke von 250 Millionen für 2014. Im laufenden Jahr soll die Abdeckung mit 4G LTE auf 300 Millionen Menschen ausgebaut werden.

Die im Rahmen des Zusammenschlusses mit MetroPCS erwarteten Synergien fallen höher aus als vorhergesehen. Da die Kunden von MetroPCS schneller als angenommen in das moderne T-Mobile US-Netz wechseln, kann das Unternehmen das MetroPCS-Netz nun früher abschalten und das frei werdende Mobilfunkspektrum dann im T-Mobile-Netz verwenden. War beim Zusammenschluss 2013 noch von einem Barwert der Synergien von 6 bis 7 Milliarden Dollar die Rede, so rechnet T-Mobile US jetzt mit einem Wert von 9 bis 10 Milliarden Dollar.

Europa – Netzausbau auf Kurs
Transformation fortgesetzt: Die europäischen Landesgesellschaften machten im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres in vielen Bereichen klare Fortschritte. In den Mobilfunknetzen gab es zum Jahresende schon fast 15.000 LTE-Basisstationen, mehr als dreimal so viele wie Ende 2013. Im Festnetz stieg der Anteil IP-basierter Anschlüsse um 12 Prozentpunkte auf 39 Prozent. Nach Mazedonien hat die Slowakei als zweites Land die Umstellung auf die IP-Technologie abgeschlossen.

Der Segmentumsatz ging im Schlussquartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zurück. Dabei entfielen 26 Prozent der Umsätze auf Wachstumsfelder wie das mobile Internet oder TV. Gleichzeitig ging das bereinigte EBITDA um 3,8 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zurück. Im Gesamtjahr beliefen sich die Rückgänge auf 5,3 Prozent beim Umsatz und 2,6 Prozent beim bereinigten EBITDA.

Im Gesamtjahr wirkten sich Kostensenkungen positiv auf die Profitabilität aus. Die bereinigte EBITDA-Marge lag 2014 im Segment bei 34,2 Prozent nach 33,2 Prozent im Vorjahr.

Systemgeschäft – Ertragskraft kontinuierlich gesteigert
Bei T-Systems hat der Vertragsabschluss mit ThyssenKrupp den Auftragseingang im vierten Quartal nach oben getrieben. Im Dezember hatte die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom bekannt gegeben, dass ThyssenKrupp künftig 80.000 Computer-Arbeitsplätze und 10.000 Serversysteme weltweit aus der Telekom-Cloud beziehen wird. Der Auftragseingang der Market Unit, im Wesentlichen das externe Geschäft von  T-Systems, stieg um 6,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

Der Umsatz der Market Unit lag im vierten Quartal mit 1,8 Milliarden Euro um 3,1 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Neben dem anhaltenden Preisdruck war auch der Rückzug aus nicht-profitablem Geschäft im Rahmen der laufenden Restrukturierung ein Grund für die gesunkenen Erlöse. Dagegen war in den Wachstumsfeldern ein deutliches Plus zu beobachten. So stiegen die Cloud-Umsätze von T-Systems im Gesamtjahr um rund 40 Prozent. Das trug dazu bei, dass die Wachstumsfelder 2014 verglichen zum Vorjahr wie geplant einen höheren Anteil am Gesamtumsatz erzielten.

Die Ertragslage hat sich im Jahresverlauf kontinuierlich verbessert. Im vierten Quartal erreichte die bereinigte EBIT-Marge der Market Unit 6,4 Prozent. Das waren 2,2 Prozentpunkte mehr als noch ein Jahr zuvor. In der Telekom IT – das interne IT-Geschäft der Telekom in Deutschland – ging der Umsatz wie geplant mit minus 20,3 Prozent deutlich zurück. Vom Einsparziel bei den IT-Kosten des Konzerns von einer Milliarde Euro bis 2015 waren Ende 2014 schon 800 Millionen Euro erreicht. (Pressemeldung vom 26.02.2015) 

Quelle: Deutsche Telekom AG | Foto: Deutsche Telekom
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