Wirtschaft
Taufe am Wismarer Standort von Nordic Yards für hochspezialisierte Rettungsschiffe
Freitag, der 20.Februar 2015
Taufe am Wismarer Standort von Nordic Yards für hochspezialisierte Rettungsschiffe
Wismar: Bei Nordic Yards in Wismar fand die feierliche Taufe von zwei baugleichen eisbrechenden Rettungs- und Bergungsschiffen statt. Nach einer Bauzeit von rund siebzehn Monaten wurden sie am heutigen 19. Februar auf die Namen „Beringov Proliv“ und „Murman“ getauft. An der Zeremonie nahm neben Vertretern des Kunden Rosmorrechflot u. a. auch der stellvertretende russische Transportminister Viktor Olerskiy teil.

„Wir taufen heute zwei der modernsten und hochspezialisiertesten Rettungsschiffe der Welt. Wahre High-Tech-Schiffe, die mit ihrem Ausstattungsgrad und ihrem Leistungsspektrum den höchsten Ansprüchen gerecht werden“, so Dr. Vitaly Yusufov, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nordic Yards, während der Taufzeremonie. Und weiter: „Es war eine anspruchsvolle Aufgabe, diese technologisch komplexen Schiffe zu bauen. Umso mehr freut es uns heute, stolz das Ergebnis unserer Arbeit präsentieren zu können.“

Das russische Transportministerium hatte die sogenannten Multipurpose Rescue and Salvage Vessel (MPRSV) im Dezember 2012 bei Nordic Yards bestellt. Die parallele Fertigung begann im September 2013. Die Schiffe sind jeweils etwa 88 Meter lang, nahezu 19 Meter breit und bieten Platz für eine Besatzung von bis zu 38 Personen. Sie werden ab dem Frühjahr vom russischen Seenotrettungsdienst für Patrouillen und Rettungseinsätze in der Arktis eingesetzt.

Haupteinsatzgebiet der „Beringov Proliv“ wird die Region Sachalin, der „Murman“ die Nordostpassage rund um Murmansk sein. Mit ihrer High-Tech-Ausrüstung können sie auch unter extremen Witterungsverhältnissen Such- und Rettungsaktionen sowie Notschleppeinsätze durchführen und dank eines Bordhospitals die medizinische Versorgung geretteter Personen gewährleisten. Sie fungieren als Feuerlösch- und Ölbekämpfungsschiffe und können in Häfen und Gewässern Eis bis zu einer Stärke von einem Meter brechen.
Darüber hinaus sind die Schiffe mit Technik für Untersuchungen des Meeresbodens und beschädigter Objekte in Tiefen von bis zu 1.000 Metern ausgestattet. Beide sind mit einem Hubschrauberlandeplatz am Bug ausgerüstet. (Pressemeldung vom 19.02.2015)
Quelle: Nordic Yards Wismar GmbH | Foto: Nordic Yards
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