Wirtschaft
SLM Solutions: Starkes Wachstum im zweiten Quartal 2014
Montag, der 1.September 2014
SLM Solutions: Starkes Wachstum im zweiten Quartal 2014

Lübeck: Die SLM Solutions Group AG, ein führender Anbieter metallbasierter additiver Fertigungstechnologie (oft als "3D-Druck" bezeichnet), ist im ersten Halbjahr 2014 wie erwartet weiter gewachsen und hat die im Rahmen des Börsengangs angekündigte Strategie weiter vorangetrieben.

Die Umsatzerlöse auf IFRS-Basis lagen mit TEUR 10.830 um 26,5 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums (H1 Vorjahr: TEUR 8.558), die Zahl der verkauften Maschinen erhöhte sich auf 15 (H1 Vorjahr: 11). Dabei wurde der Großteil des Umsatzes im Kerngeschäft des Unternehmens erzielt, dem sogenannten SLM-Segment (SLM = Selective Laser Melting), das die Montage, die Vermarktung und den Verkauf metallbasierter additiver Laserschmelzanlagen für die industrielle Fertigung umfasst. Im RP-Segment (RP = Rapid Prototyping) gingen die Umsätze planmäßig zurück.

Finanzvorstand Uwe Bögershausen kommentiert die Zahlen: "Wir sind in der ersten Hälfte des laufenden Jahres auf Wachstumskurs geblieben. Besonders optimistisch stimmt mich, dass wir den Auftragseingang als wichtigsten Vorlaufindikator für unser operatives Wachstum in den ersten sechs Monaten 2014 verdoppelt haben." Im Berichtszeitraum lag der Auftragseingang bei 20 Maschinen (H1 Vorjahr: 10 Maschinen). Darin sind zwei Bestellungen für das Flaggschiffprodukt SLM500HL enthalten, das derzeit produktivste Laserschmelzsystem am Markt. Der positive Trend habe sich seit dem 30. Juni sogar noch beschleunigt, fügt Bögershausen hinzu: "Per 22. August liegt der Auftragseingang bereits bei 27 Maschinen - verglichen mit 12 Maschinen zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres." Zu den Käufern der SLM-Anlagen zählten im ersten Halbjahr 2014 Branchengrößen wie der Tooling-Experte FIT Fruth Innovative Technologien GmbH oder der Koblenzer Verschleißschutzexperte Kennametal.

Die Gesamtleistung - die Summe aus Umsatzerlösen, Bestandserhöhungen und anderen aktivierten Eigenleistungen - erhöhte sich angesichts der guten Auftragslage deutlich und lag bei TEUR 13.504 (H1 Vorjahr: TEUR 8.924). Das größere Geschäftsvolumen führte im Berichtszeitraum auch zu einem Anstieg des Materialaufwands auf TEUR 7.784 (H1 Vorjahr: TEUR 4.796).

Für den Börsengang der SLM Solutions am 9. Mai fielen im ersten Halbjahr 2014 IPO-bezogene Einmalaufwendungen an, die der Gesellschaft zum großen Teil allerdings bereits von den Altgesellschaftern rückerstattet wurden oder noch rückerstattet werden: Erstens wurden Vorlauf-, Beratungs- und Prüfungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.800 im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Zweitens war der "IPO-Bonus" in Höhe von TEUR 5.650 nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu verbuchen. Beim IPO-Bonus handelt es sich um eine Einmalzahlung, die nach dem erfolgreichen Börsengang an die Mitglieder des Vorstands sowie weitere leitende Mitarbeiter der SLM-Gruppe ausgezahlt wurde. Der entsprechende Personalaufwand ist gemäß IFRS zwar erfolgswirksam zu erfassen, führt netto jedoch zu keiner Belastung der SLM Solutions, da er der Gesellschaft in voller Höhe von den Altgesellschaftern erstattet wird. Diese Erstattung erscheint im Eigenkapital der Gesellschaft als Zuzahlung der Aktionäre. Drittens partizipieren die Arbeitnehmer der SLM Group seit dem Börsengang an einem auf drei Jahre ausgelegten Bonusprogramm zur langfristigen Mitarbeiterbindung. Für dieses Programm wurde im Berichtszeitraum ein Personalaufwand von TEUR 282 erfasst, wobei TEUR 169 wiederum erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet wurden.

Bereinigt um die einmaligen Aufwendungen für den IPO-Bonus lag der Personalaufwand im ersten Halbjahr 2014 bei TEUR 3.415 (H1 Vorjahr: TEUR 2.137). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die stichtagsbezogene Anzahl der Mitarbeiter angesichts des Ausbaus des internationalen Vertriebs- und Servicenetzwerks sowie der Lübecker F&E-Abteilung weiter auf 106 (30. Juni 2013: 74) anstieg.

Unter Berücksichtigung der genannten Einmalaufwendungen belief sich das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) im ersten Halbjahr 2014 auf TEUR 98 (H1 Vorjahr: TEUR 186), die bereinigte EBITDA-Marge (in Prozent des Umsatzes) auf 0,9 % (H1 Vorjahr: 2,2 %). Das Nettoergebnis betrug TEUR -7.244 (H1 Vorjahr: TEUR -829). Bezogen auf die Aktienanzahl von 17.980.867 entspricht dies einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von EUR -0,40. Infolge der Emissionserlöse aus der Kapitalerhöhung erhöhte sich die Eigenkapitalquote im Rahmen des IPO deutlich auf rund 89 % (31. Dezember 2013: 41 %).

Dr. Markus Rechlin, Vorstandsvorsitzender der SLM Solutions: "Wir schreiten auf unserem Wachstumspfad voran und setzen die im Rahmen des Börsengangs angekündigte Strategie Schritt für Schritt um. Die strategische Partnerschaft mit der Technischen Universität Nanyang in Singapur wird uns in der Grundlagenforschung deutlich voranbringen. Zugleich rücken wir mit der Eröffnung eines Vertriebsbüros in Singapur näher an unsere asiatischen Kunden heran. Auch in Amerika konnten wir unsere Vertriebsaktivitäten intensivieren und unsere Präsenz entscheidend ausbauen."

Auch die Branchenaussichten haben sich laut Zahlen des 3D-Druck-Branchenberichts von Wohlers Associates aus dem Juli 2014 weiter verbessert: Demzufolge wird sich das weltweite Marktvolumen für 3D-Druck von 3 Mrd. USD im Jahr 2013 auf 12,5 Mrd. USD im Jahr 2014 und über 21 Mrd. USD im Jahr 2020 erhöhen. Die SLM Solutions Group AG sieht vor allem im Marktsegment des metallbasierten 3D-Drucks Wachstumschancen: Industriegrößen aus aller Welt konkretisieren zunehmend ihre Pläne, die selektiven Laserschmelzanlagen der SLM Solutions für die direkte Produktion komplexer Bauteile zu verwenden.

Finanzvorstand Bögershausen blickt angesichts dessen optimistisch auf die zweite Jahreshälfte: "Auf aktueller Basis gehen wir weiterhin von einem deutlichen Umsatzwachstum und einer soliden bereinigten EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2014 aus. Der Auftragseingang, der wichtigste Indikator für unser operatives Wachstum, sollte sich angesichts des Trends im bisherigen Jahresverlauf auf zwischen 40 und 50 Maschinen belaufen."

Der Bericht der SLM Solutions Group AG über das 1. Halbjahr 2014 ist auf der Unternehmenswebsite www.slm-solutions.com im Investor Relations-Bereich abrufbar. (Pressemeldung vom 01.09.2014) 

Quelle: SLM Solutions Group AG | Foto: SLM Solutions
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