Wirtschaft
Neue Sanktionen für Russland - IHK Rostock informiert
Donnerstag, der 28.August 2014
Neue Sanktionen für Russland - IHK Rostock informiert

Rostock: Die deutsche Wirtschaft rechnet wegen der Ukraine-Krise mit deutlicheren Folgen für die Exporte als zunächst erwartet. Die Ausfuhren werden im Gesamtjahr 2014 um bestenfalls 3,5 Prozent steigen, teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit. Bislang hält sich die Zahl der Anrufe von verunsicherten Unternehmern, die bei der IHK zu Rostock um Informationen bitten, im überschaubaren Bereich. Anders hingegen verhält es sich mit Anfragen überregionaler Medien. Diese interessieren sich für die wirtschaftlichen Beziehungen der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, besonders vor dem Hintergrund des für Ende September 2014 geplanten Russlandtages.  Auf Anfragen, ob dieser stattfinden solle, erklärte IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen: „Die Wirtschaftsbeziehungen der Region zu Russland sind über Jahrzehnte hinweg entwickelt worden. Deshalb ist es wichtig, miteinander im Dialog zu bleiben. Daher habe ich dem Ministerpräsidenten heute auch meine Teilnahme und meinen Redepart am Russlandtag zugesagt.“ Der IHK-Präsident fügte hinzu, dass es im Falle einer Zuspitzung der politischen Entwicklungen in der Ostukraine selbstverständlich zu einer dann aktuellen Bewertung und Anpassung der Situation kommen müsse, ohne dass der Dialog abreiße.

Der russische Markt hat für die Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern einen vergleichsweise hohen Stellenwert. Im Außenhandel (Ausfuhren und Einfuhren) Mecklenburg-Vorpommerns stand Russland im Jahr 2013 nach Polen, Dänemark und den Niederlanden an 4. Stelle mit einem Volumen im Wert von rund 637 Mio. Euro (7. Stelle in der Ausfuhrstatistik mit Exporten im Wert von rund 254 Mio. Euro, 4. Stelle in der Einfuhrstatistik mit einem Warenwert von 383 Mio. Euro).  
Nach den der IHK zu Rostock vorliegenden Informationen unterhalten gut 100 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. Im Bezirk der IHK zu Rostock sind es etwa 60 Unternehmen. 
 
Der deutsch-russische Handel ging bereits 2013 zurück. So gingen die Exporte aus Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent zurück. Grund für die hohen Ausfuhrwerte aus Mecklenburg-Vorpommern nach Russland in den Jahren 2011 und  teils in 2012 war der Bau der Erdgaspipeline. Daher war ein sehr großer Warenanteil der Ausfuhren in jenen Jahren geprägt von der Warengruppe „Rohre aus Eisen oder Stahl“.
 
Die Sanktionen dürften diesen rückläufigen Trend noch verstärken. Entsprechend der gesamtdeutschen Einschätzung erwartet die IHK zu Rostock 2014 auch für Mecklenburg-Vorpommern weiter schrumpfende Handelsvolumina.
 
In allen neuen Bundesländern war 2013 ein Rückgang des Außenhandelsumsatzes nach/von Russland im Vergleich zu 2012 zu verzeichnen, sowohl im Export als auch im Import.

Eine Übersicht über wirtschaftsrelevante Informationen zu Russland finden Unternehmerinnen und Unternehmer auf der IHK-Homepage unter dem folgenden Link: Aktuelles_aus_Russland


sowie bei Eingabe der DOKUMENT-NR. 87011. (Pressemeldung vom 28.08.2014)

Quelle: IHK Rostock | Foto: IHK Rostock
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