Wirtschaft
transfluid Maschinenbau - Rohre wirtschaftlich spanlos trennen
Donnerstag, der 19.Juni 2014
Schmallenberg:  Manchmal kann bereits ein einzelnes spezielles Verfahren der Schlüssel zu effektiven Komplettlösungen für Fertigungsabläufe sein. So ermöglicht beispielsweise erst die spanlose Rohrtrennung eine unmittelbare Weiterverarbeitung der Werkstücke. Bei der kontinuierlichen Entwicklung seiner Rohrtrennungstechnologien „t cut“ setzt Transfluid aber einen doppelten Fokus, der auch die spanlose Trennung dickerwandiger Rohre einschließt. 
 
Denn Verschmutzung kann bei der Serienfertigung verschiedenster Rohre extreme Probleme bereiten. Im schlimmsten Fall tauchen Späne plötzlich dann wieder auf, wenn die Rohre bereits im System verbaut sind. Kommt man hier doch noch glimpflich davon, führen sie nur zu Störungen. Ansonsten ist die Zerstörung kompletter Anlagenbauteile die mögliche Folge. „Dies macht deutlich, welche Vorteile das spanlose Trennverfahren schafft. Gerade auch deshalb, weil es in unterschiedlichsten Ausstattungsvarianten für individuelle Anforderungen einsetzbar ist“,erläutert Gerd Nöker, Geschäftsführer der Transfluid Maschinenbau GmbH. 
 
Sicher vom Coil
Bei der Trennung vom Coil werden die Rohre präzise gerichtet, auf Beschädigungen geprüft und der orbitalen Trennanlage zugeführt. Entweder arbeitet man hierbei mit zwei Coils, die miteinander verbunden sind, um Rüstzeiten zu sparen. Oder man verwendet die Einzugshilfe der Anlage, die eine schnelle und sichere Einfädelung eines neuen Coils ermöglicht.
 
Stange ohne Reststück
Die Zuführung beim Trennen von Rohrstangen erfolgt über ein Magazin und eine Vereinzelung. Zusätzlich materialsparend ist hier die wählbare Schnittoptimierung der Transfluid-Anlage. Sie stellt sicher, dass z.B. eine 6 Meter lange Stange ohne Reststück getrennt wird. Die Positionierung des Schnittmaterials erfolgt über einen Zangenvorschub. Dieser wird servoelektrisch angetrieben. Trenntoleranzen liegen bei Zuführung von 1 Meter bei +/- 0,1 mm.
 
 
Exakte Abstimmung auf Wandstärke 
Der Trennvorgang selbst erfolgt über ein orbitales Schneidrad. Der große Vorteil der Anlagen ist, dass dieses Schneidrad kontrolliert mechanisch zugestellt wird. So kann der Trennvorgang äußerst präzise auf die zu trennende Wandstärke abgestimmt werden. Während des Trennvorgangs wird der Schnittbereich gezielt geöffnet. Damit ist sichergestellt, dass die Trennrollen nicht im Schnittspalt einklemmen.
Die Trennung des Rohres erfolgt genau in dem Moment, wenn die optimale Trenntiefe erreicht ist. Dies gewährleistet die nur minimale Einschnürung des Rohres. Eine spezielle Vorrichtung garantiert außerdem, dass die Rohre im Außenbereich kontinuierlich kalibriert werden. Die Messer der Transfluid-Anlagen sind optimal auf die jeweiligen Materialien abgestimmt. Das sichert eine lange Lebensdauer der Trennmesser. Trennleistungen von 100.000-200.000 Schnitten sind selbst bei geschweißten Rohren möglich. Die Trennzeit liegt je nach Rohrlänge bei 2 bis 3 Sekunden. Alle Rohre können dann ohne weitere Bearbeitung  weiterverarbeitet werden.
 
Groß und Klein
Das Trennen im Standard ist mit den Parametern 6-30 x 3 mm (Edelstahl) umsetzbar. In einer speziellen Ausstattung kann die Technologie auch erheblich kleinere Rohre trennen. Eine zweite  Maschinengröße trennt Rohre bis 76 mm Außendurchmesser. Die kürzeste Trennlänge mit Reißen beträgt etwa 30 mm, ohne den Reißvorgang ca. 10 mm. In der besten Zykluszeit läuft die Maschine bei Trennlängen zwischen 55 mm und 1.000 mm.
 
Nach dem Trennvorgang können die getrennten Rohre gezielt ausgeschleust werden. Hierzu stehen bis zu 10 Stationen zur Verfügung. Dort werden die unterschiedlichen Längen abgelegt. Die extrem hohe Ausbringung der Trennanlage macht dies notwendig. Sie ermöglicht, dass hierüber mehrere nachfolgende Bearbeitungsprozesse bedient werden können. Ein spezielles Softwareprogramm steuert die Zuschnittoptimierung, sorgt für minimalen Verschnitt und spart so Material. (Pressemeldung vom 19.06.2014)
Quelle: transfluid Maschinenbau GmbH | Foto: transfluid
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