Wirtschaft
Bilfinger startet mit stabilem ersten Quartal ins Jahr 2014
Freitag, der 9.Mai 2014
Bilfinger startet mit stabilem ersten Quartal ins Jahr 2014

Mannheim: Der Engineering- und Servicekonzern Bilfinger ist mit einem stabilen ersten Quartal ins Jahr 2014 gestartet. Die Leistung und das bereinigte EBITA haben akquisitionsbedingt leicht zugenommen, Auftragseingang und Auftragsbestand lagen auf dem Niveau des Vorjahres. „Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das erste Quartal in unserem Geschäft nur begrenzte Aussagekraft für die Entwicklung im Gesamtjahr besitzt. Das Leistungsvolumen ist regelmäßig geringer als in den Folgequartalen, was sich auch auf das im ersten Quartal erwirtschaftete Ergebnis auswirkt“, betont Roland Koch, Vorstandsvorsitzender der Bilfinger SE.

Fokus auf Kerngeschäft: Trennung von wesentlichen Teilen des Ingenieurbaus

Bilfinger konzentriert sich noch stärker auf sein Kerngeschäft, das Engineering und Serviceleistungen für Industrieanlagen, Kraftwerke und Immobilien umfasst. Daher beabsichtigt das Unternehmen, sich von wesentlichen Teilen seines Ingenieurbaugeschäfts zu trennen. Aus dem Geschäftsfeld Construction werden Einheiten, die 2013 ein Volumen von rund 800 Mio. € erzielten, zum Verkauf gestellt.

Das Ingenieurbaugeschäft war von 4,2 Mrd. € im Jahr 2008 über 1,7 Mrd. € im Jahr 2010 auf rund 1 Mrd. € Jahr 2013 zurückgefahren worden. „Auch wenn zahllose erfolgreiche Projekte auf der ganzen Welt den guten Ruf und die hohe Reputation unseres Unternehmens begründet haben, war diese Fokussierung erforderlich, um das Risikoprofil des Konzerns kontinuierlich zu verbessern“, erklärt Roland Koch. „Allerdings ist im internationalen Ingenieurbau auch eine gewisse Größe ein entscheidender Erfolgsfaktor. Heute müssen wir anerkennen, dass die konsequente Anwendung unserer Risikokriterien das Geschäft auf eine Größe zu reduzieren droht, mit der die Wettbewerbsfähigkeit auf Dauer gefährdet sein könnte.“ Aufsichtsrat und Vorstand halten es daher für die beste Lösung, die Aktivitäten an neue Eigentümer abzugeben, in deren Händen sie erfolgreich wachsen können. „Dabei werden wir sorgfältig darauf achten, dass neben den wirtschaftlichen Interessen auch die Interessen der Mitarbeiter angemessenes Gewicht erhalten“, hebt Roland Koch hervor.

Von der Trennung ausgenommen sind Einheiten, die auf den Bau von Offshore-Windkraftanlagen, den Bau von Überlandleitungen und auf Stahlbau spezialisiert sind. Sie standen im vergangenen Jahr für ein Leistungsvolumen von rund 200 Mio. €. Das Windkraftgeschäft und die Überlandleitungen, die im Jahr 2013 eine Leistung von zusammen 140 Mio. € erbrachten, werden in der neuen Division ‚Offshore Systems and Grids‘ geführt und dem Geschäftsfeld Power zugeordnet.

Die zum Verkauf stehenden Einheiten sollen in einem strukturierten Prozess veräußert werden. Erste Gespräche mit potenziellen Interessenten werden in Kürze aufgenommen. Bilfinger geht davon aus, dass der Verkaufsprozess innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden kann.

Erfolgreiches Hochbaugeschäft wird fortgeführt

Seine erfolgreichen Hochbauaktivitäten in Deutschland betrachtet Bilfinger weiterhin als Kerngeschäft. „Wir sind und bleiben eines der größten deutschen Hochbauunternehmen, das bei Planung und Errichtung von Gebäuden über 700 Millionen Euro jährliche Leistung erbringt und sicherlich zu den profitabelsten Unternehmen seiner Branche gehört. Diese Einheit ist heute untrennbar mit unseren Immobiliendienstleistungen verbunden“, betont Roland Koch. Über alle Stufen im Lebenszyklus von Immobilien ergeben sich Synergien, die immer wieder zu Wettbewerbsvorteilen führen. Die Experten von Bilfinger optimieren durch die Vernetzung ihres Know-hows systematisch die Investitions- und Betriebskosten von Gebäuden und schaffen damit für ihre Kunden besonders nachhaltige Lösungen.

Erstes Quartal 2014: Leistung leicht gestiegen

In den ersten drei Monaten des Jahres 2014 nahm die Leistung von Bilfinger um 1 Prozent auf 1.884 Mio. € zu. Der Auftragseingang lag mit 1.986 Mio. € auf Höhe des Vorjahreswerts, der Auftragsbestand zum Ende des ersten Quartals summierte sich auf 7.511 Mio. €.


1) bereinigt im ersten Quartal 2014 um Einmalaufwendungen in Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm Bilfinger Excellence in Höhe von 29 (Vorjahr: 0) Mio. € vor Steuern und 20 (Vorjahr: 0) Mio. € nach Steuern.

2) bereinigt im Gesamtjahr 2013 um Einmalaufwendungen in Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm Bilfinger Excellence und Belastungen aus dem Verkauf der deutschen Straßenbauaktivitäten sowie um den Veräußerungsgewinn aus der Reduzierung der Beteiligung an der Julius Berger Nigeria in Höhe von zusammen 71 Mio. € vor Steuern und 45 Mio. € nach Steuern.

3) bereinigt um die unter 1) und 2) genannten Sondereinflüsse im EBITA sowie um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Akquisitionen (erstes Quartal 2014: 7 (Vorjahr: 9) Mio. € nach Steuern; Gesamtjahr 2013: 35 Mio. € nach Steuern).

4) beinhaltet fortzuführende und nicht fortzuführende Aktivitäten

Bereinigtes Ergebnis leicht über Vorjahr

Das bereinigte EBITA liegt nach drei Monaten mit 51 Mio. € leicht über dem Wert des Vorjahres in Höhe von 50 Mio. €. Aufgrund der typischen Saisonalität lagen Leistung und Ergebnis im Geschäftsfeld Industrial wie im Vorjahr auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Bei Power ist die Leistung wegen des verhaltenen Auftragseingangs insbesondere im vierten Quartal des Vorjahres zurückgegangen. Auch das Anlaufen einiger größerer Projekte mit noch fehlendem Ergebnisbeitrag führte zu einer niedrigeren Marge in diesem Geschäftsfeld. Im Segment Building and Facility hat das EBITA akquisitionsbedingt zugenommen. Im Geschäftsfeld Construction konnte nach einem Verlust im Vorjahr wieder ein positives Ergebnis erzielt werden.

Nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter verbleibt ein Konzernergebnis von 8 (Vorjahr: 21) Mio. €. Das um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Akquisitionen und um die Einmalaufwendungen für Bilfinger Excellence bereinigte Konzernergebnis aus fortzuführenden Aktivitäten belief sich auf 28 (Vorjahr: 25) Mio. €, das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Aktivitäten auf 0,63 (Vorjahr: 0,57) €.

Positiver Ausblick für 2014

Für das Jahr 2014 rechnet Bilfinger mit einer insgesamt positiven Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dennoch bleiben die Märkte anspruchsvoll. Mit seinem robusten Geschäftsmodell sieht sich das Unternehmen weiterhin gut gerüstet, seine Ziele zu erreichen. Unter der Voraussetzung, dass sich die Einschätzung zur konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft bestätigt und sich keine rezessiven Tendenzen zeigen, geht Bilfinger ohne Einbeziehung künftiger Unternehmensakquisitionen von der nachfolgend beschriebenen Entwicklung aus. Der bisherige Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wurde um die geplanten Leistungs- und Ergebnisbeiträge der zum Verkauf gestellten Aktivitäten des Geschäftsfelds Construction angepasst.

Die Leistung des Konzerns wird 2014 auf mindestens 8 (2013 vergleichbar, ohne die zum Verkauf gestellten Aktivitäten: 7,7) Mrd. € steigen. Bilfinger erwartet in allen Geschäftsfeldern organisches Wachstum, darüber hinaus werden die bereits erfolgten Akquisitionen zum Anstieg beitragen.

Das bereinigte EBITA (2013 vergleichbar: 418 Mio. €) und das bereinigte Konzernergebnis (2013 vergleichbar: 255 Mio. €) werden deutlich steigen. Die erwarteten positiven Effekte aus der geplanten Leistungssteigerung sowie den konzernweiten Maßnahmen zur Kostenreduzierung werden sich im Verlauf des Jahres realisieren und deshalb erst im zweiten Halbjahr zu einem stärkeren Ergebnisbeitrag führen. (Pressemeldung vom 08.05.2014) 

Quelle: Bilfinger SE | Foto: Bilfinger SE
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