Wirtschaft
WFB und BAB: 340 neue Arbeitsplätze dank BRUT
Mittwoch, der 2.November 2011
WFB und BAB: 340 neue Arbeitsplätze dank BRUT
Bremen: „Mit BRUT haben wir ein sehr erfolgreiches Trainingsprogramm für Existenzgründer“, kommentiert Senator Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, die seit elf Jahren existierende Förderung von Hochschulabsolventinnen und –absolventen sowie Young Professionals. 214 Personen haben an dem zwölfmonatigen Programm bisher teilgenommen, zurzeit werden die Teilnehmer der 20. Gruppe gesucht, die im Frühjahr 2012 starten wird. Alle halbe Jahr beginnt eine neue Gruppe und das seit 2001. Pro Gruppe nehmen 12 bis 15 Frauen und Männer teil, die sich auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit durch die Bremer Aufbau-Bank begleiten lassen.
 
„102 erfolgreiche Firmengründungen sind bisher aus dem BRUT-Programm hervorgegangen“, freut sich Diane Zetzmann-Krien, Vorsitzende der Geschäftsführung der Bremer Aufbau-Bank GmbH, über die hohe Erfolgsquote. „Die Zahlen sprechen dafür, dass BRUT eine praxisnahe Begleitung auf dem Weg in die Existenzgründung ist.“ Erfolgreiche Unternehmensgründung leicht gemacht. Die systematische Unterstützung besteht neben dem circa 200-stündigen Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramm zur persönlichen Professionalisierung auch aus der Erarbeitung mehrerer Meilensteine zur Entwicklung des eigenen Geschäftskonzeptes. Die Frage nach den persönlichen Voraussetzungen für die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit wird genauso thematisiert wie der Erwerb unternehmerischer Kompetenzen. Jeder Teilnehmer bringt seine eigene Geschäftsidee zu Beginn des Programms ein.
 
Die Bandbreite der innovativen Gründungsideen reicht von Handwerksbetrieben über IT-Dienstleistungen bis zum Beispiel einer Architekturschule für Kinder. „Jede Idee hat eine Chance“, bekräftigt Luise Lübke, die Teilnehmerin der 18. Gruppe ist und die Hälfte des BRUT-Programms absolviert hat. Als Kulturwissenschaftlerin stand sie mit ihrer Idee, Deutschlands erste Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche zu gründen, die sich spielerisch und experimentell dem Thema Architektur und Stadtplanung nähern, zunächst völlig alleine da. „Ich hatte keine Ahnung von Recht und Steuern.“ Nun steht sie kurz vor dem vierten Meilenstein, der Ausarbeitung ihres Businessplans. Hannes Reichelt, Absolvent der Hochschule Bremen, ist erst seit einem Monat dabei und muss zum Erreichen des ersten Meilensteins, seine Projektidee nun konkretisieren. Um in das BRUT-Programm aufgenommen zu werden, reichte zunächst eine achtseitige Beschreibung, doch nun muss er ins Detail gehen. ‚Juicies’ nennt er seine Firma und will mit der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung mehrfarbiger und hochwertiger USB-Kabel zukünftig Geld verdienen. Er hat bereits ein eigenes Büro im Bremer Innovations- und Technologiezentrum BITZ im Technologiepark Universität Bremen bezogen und schätzt am Trainingsprogramm besonders die Gruppendynamik. „Als Existenzgründer kann man sehr einsam sein, wenn man alleine vor seiner Idee sitzt“, erinnert er sich an seine Anfangszeit. „Doch mit BRUT ist man Teil einer Gruppe, die sich gegenseitig unterstützt. Außerdem können wir viel voneinander lernen.“
 
Sowohl Hochschulabsolventinnen und –absolventen als auch Handwerksmeisterinnen und –meister sowie so genannte Young Professionals, berufserfahrene Akademiker aber auch Nichtakademiker mit innovativer Geschäftsidee, gehören zur Zielgruppe von BRUT. Gemeinsam eignen sie sich das notwendige betriebswirtschaftliche und rechtliche Gründungswissen an, stellen einen Businessplan auf, bringen ihre jeweiligen Geschäftsideen bis zur Gründungsreife und bearbeiten im Gründungscoaching die persönlichen Gründungshemmnisse und -bedenken. „Ziel des BRUT-Programms ist schließlich die operative Geschäftsaufnahme und das Erzielen erster Umsätze“, erklärt Zetzmann-Krien. Aber auch regelmäßige Feedbackgespräche, ein Akquise- und Vertriebstraining sowie Kontakt- und Networkingangebote sind wichtige Elemente des Programms. Dies bestätigt auch Thore Christiansen, der im September das BRUT-Training abgeschlossen hat. „Viel wichtiger als die finanzielle Unterstützung ist die moralische“, betont der ehemalige Student der Hochschule Bremerhaven. Mit seiner Firma ‚UNIMEDIA’ bietet er nun Informatikdienstleistungen im Bildungsbereich an und hat bereits erste Umsätze erzielt.
 
Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, wird im Anschluss von der Bremer Aufbau-Bank nicht alleine gelassen, sondern wird in den ersten Monaten eng begleitet. „Darüber hinaus bietet die BAB vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten an, wie zum Beispiel den Starthilfekredit oder die Mikrokredite“, weist Zetzmann-Krien abschließend hin.
Noch bis zum 9. Januar 2012 können sich Interessenten für die 20. Gruppe melden, die dann im Frühjahr in ihre selbstständige Zukunft starten wird. Andreas Mündl steht als verantwortlicher Programmleiter bei der Bremer Aufbau-Bank für Fragen zur Verfügung. (Pressemeldung vom 31.10.2011)
Quelle: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH | Foto: WFB
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