Wirtschaft
Dräger wächst währungsbereinigt, der Umsatz 2013 lag auf Vorjahresniveau
Donnerstag, der 13.März 2014
Dräger wächst währungsbereinigt, der Umsatz 2013 lag auf Vorjahresniveau

Lübeck: Die Drägerwerk AG & Co. KGaA hat nach drei Rekordjahren in Folge im Geschäftsjahr 2013 eine stabile Entwicklung bei Auftragseingang und Umsatz erreicht. Der Auftragseingang ging um 0,9 Prozent auf 2.384,6 Mrd. Euro (2012: 2.405,5 Mrd. Euro) zurück. Der Umsatz lag mit 2.374,2 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau (2012: 2.373,5). Währungsbereinigt hingegen legte der Auftragseingang um 2,2 Prozent und der Umsatz sogar um 3,1 Prozent zu. Der Hintergrund dazu ist die deutliche Aufwertung des Euro gegenüber den Währungen vieler Schwellenländer, aber auch gegenüber Währungen wie dem japanischen Yen. In Deutschland ist der Umsatz 2013 gewachsen, während im übrigen Europa währungsbereinigt ein Rückgang zu verzeichnen war. In den Regionen Asien-Pazifik und Amerika steigerte Dräger seinen Umsatz währungsbereinigt. In der Region Asien-Pazifik, aber auch in Afrika und dem Nahen Osten fiel der Anstieg deutlich aus.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 12,8 Prozent zurück und belief sich auf 200,8 Mio. Euro (2012: 230,3 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erreichte 8,5 Prozent (2012: 9,7 %) und lag damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite von 8,0 bis 10,0 Prozent. Insgesamt haben sich die Wechselkursveränderungen mit mehr als einem Prozentpunkt negativ auf die EBIT-Marge ausgewirkt. Der Jahresüberschuss reduzierte sich um 11,6 Prozent auf 119,9 Mio. Euro (2012: 135,7 Mio. Euro). Der Dräger Value Added (DVA), für den Konzern, die wichtigste Steuerungskennzahl, ging um 24,1 Prozent auf 113,9 Mio. Euro (2012: 150,0 Mio. Euro) zurück.

Erneut gutes viertes Quartal
Im traditionell starken vierten Quartal stieg der Auftragseingang währungsbereinigt um 3,1 Prozent auf 627,9 Mio. Euro (2012: 636,7 Mio.) Euro. Den Umsatz steigerte Dräger währungsbereinigt um 2,9 Prozent auf 718,2 Mio. Euro (2012: 726,9 Mio. Euro). Das EBIT ging im vierten Quartal um 3,6 Prozent auf 89,5 Mio. Euro zurück (2012: 92,9 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 12,5 Prozent im vierten Quartal entspricht (2012: 12,8 Prozent).

„Den Gegenwird der veränderten Währungsrelationen müssen wir aushalten, kurzfristig können wir nur wenig Sinnvolles dagegen unternehmen“, kommentiert Stefan Dräger, Vorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. „In den 125 Jahren unserer Unternehmensgeschichte haben wir schon so manchen Sturm gemeistert und dabei einen langfristigen Kurs verfolgt.“

Entwicklung einzelner Finanzzahlen
Die Funktionskosten stiegen 2013 weiter an, insbesondere wegen höherer Vertriebs- und Marketingkosten beispielsweise für die Stärkung der Vertriebsstruktur in den Schwellenländermärkten. Auch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden weiter erhöht. 2013 stieg die F&E-Quote auf 8,5 Prozent (2012: 8,3 Prozent). Die Investitionen beliefen sich auf 110,6 Mio. Euro, nach 78,2 Mio. Euro im Vorjahr. Im Wesentlichen handelte es sich um Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen für Produktions- und Verwaltungsgebäude im In- und Ausland sowie um Ersatzinvestitionen. Im Geschäftsjahr 2013 erwirtschaftete Dräger einen Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von rund 68 Mio. EUR (2012: 176,8 Mio. Euro). Der schwächere Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit resultiert aus dem Aufbau des Working Capitals, insbesondere die Forderungen sind deutlich überproportional zum Umsatz gestiegen.

Eigenkapitalquote und Dividendenvorschlag
Der Hauptversammlung am 9. Mai 2014 wird der Vorstand eine Dividende je Stammaktie von 0,77 Euro (2012: 0,86 Euro) und je Vorzugsaktie von 0,83 Euro (2012: 0,92) vorschlagen. Damit werden, entsprechend der verabschiedeten Ausschüttungspolitik, erneut 15 Prozent des Konzernüberschusses (abzüglich der Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteilsinhaber) ausgeschüttet. Sobald die Konzerneigenkapitalquote den Wert von 40 Prozent überschreitet soll die Ausschüttungsquote auf 30 Prozent angehoben werden. Zum Ende des Geschäftsjahres lag die Eigenkapitalquote von Dräger bei 39,5 Prozent (2012: 34,7 Prozent).

Konsolidierung in Tschechien
Dräger plant aktuell im Rahmen der Konsolidierung der Produktions-stätten in der Tschechischen Republik die Zusammenfassung des Vertriebs für Medizintechnikprodukte sowie die Schließung des Produktionsstandortes in Policka (Daniševskýspol. s r.o.).
In Tschechien betreibt Dräger außerdem eine Fertigungsstätte in Chomutov/Klasterec, die gegenwärtig ausgebaut wird. Am Standort Policka sind aktuell 78 Mitarbeiter beschäftigt, mehr als die Hälfte davon im Vertrieb und Service. Die Mitarbeiter aus dem Bereich Vertrieb und Service in Policka sollen in die Dräger Tochtergesellschaft in Prag (Dräger Medical s.r.o.) eingegliedert werden. Die Zusammenfassung in einer Vertriebsgesellschaft stärkt die Position von Dräger im tschechischen Markt. Für die betroffenen 30 Mitarbeiter aus den Bereichen Produktion und Verwaltung wird eine sozial verträgliche Lösung angestrebt.

2014 höheres Wachstum erwartet
Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Dräger ein Umsatzwachstum zwischen 3 und 6 Prozent und eine Konzern-EBIT-Marge zwischen 8,0 und 10,0 Prozent zu erreichen. Diese Erwartung unterliegt der Annahme einer sich stabilisierenden Wirtschaftsentwicklung in Europa - insbesondere Südeuropa - und Nordamerika, eines anhaltenden Marktwachstums in den Schwellenländern sowie gleichbleibender Wechselkursverhältnisse. (Pressemeldung vom 13.03.2014) 

Quelle: Drägerwerk AG & Co. KGaA | Foto: Dräger
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