Wirtschaft
Becker Marine Systems: Infrastrukturprojekt elblinien - neue Autofähre zwischen Wedel und Jork
Freitag, der 28.Februar 2014
Becker Marine Systems: Infrastrukturprojekt elblinien - neue Autofähre zwischen Wedel und Jork

Wedel | Jork |Hamburg: Ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt soll Wege in der Metropolregion Hamburg verkürzen und dadurch den Menschen das Leben erleichtern. Das Hamburger Unternehmen Becker Marine Systems will eine neue Fährverbindung über die Elbe einrichten – zwischen dem bereits projektierten BusinessPark Elbufer in Wedel und Jork im Alten Land. Dabei sollen Schiffe eingesetzt werden, die mit modernster, umweltschonender Motorentechnik ausgestattet sind.

Der Titel des Projekts: „elblinien“.
Fachleute von LNG Hybrid, einer Abteilung des Hamburger Unternehmens Becker Marine Systems, haben das Vorhaben samt Machbarkeitsstudie und technischen Details jetzt den Politikerinnen und Politikern im Planungsausschuss der Stadt Wedel sowie den Gesellschaftern der Lühe-Schulau-Fähre, zu denen die Kommunen Stade, Jork, die Samtgemeinde Lühe, Wedel und der Landkreis Stade gehören, präsentiert. Vorausgegangen waren Recherchen auf Kreis- und Landesebene in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie im Bundesverkehrsministerium, um erste Einschätzungen für diese außergewöhnliche Verbesserung der Infrastruktur in der Metropolregion Hamburg einzuholen. Die Reaktionen waren derart positiv und ermutigend, so dass nun mit den Kommunen Detailgespräche aufgenommen werden sollen.

Mit dem Elbfähren-Projekt nimmt Becker Marine Systems Überlegungen wieder auf, die bereits vor einigen Jahren in einer Machbarkeitsstudie positiv bewertet worden waren. Details: Die Autofähre der LNG Hybrid wird etwa 65 Meter lang und 14 Meter breit sein und zirka 60 Pkw und 200 Passagieren Platz bieten können. Die Fahrt von einem Anleger zum anderen wird rund 20 Minuten dauern.

Für die Menschen in der Metropolregion Hamburg brächte diese neue Fährverbindung deutliche Vorteile. Diese westlich des Elbtunnels gelegene Querung würde Fahrtzeiten zwischen der südlichen und der nördlichen Unterelbe-Region erheblich verkürzen. Insbesondere Pendler und Touristen, aber auch Gewerbetreibende könnten täglich auf ihren Wegen zu Arbeitsstellen, Freizeitattraktionen und Kunden bis zu mehrere Stunden Fahrzeit einsparen, weil das oft verstopfte Nadelöhr „Elbtunnel“ keine Rolle spielt. Positiver Begleitaspekt: Da sich potenzielle Fahrstrecken mit dem Auto bei Nutzung der Fähre verkürzen können, wird auch Sprit gespart.

Wann die neue Elbfähre erstmals ablegen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Nach dem Antrag von Becker Marine Systems, diese Fährlinie einzurichten, steht nun die Meinungsbildung in den beteiligten Kommunen an. Insbesondere für Wedel ist der Zeitpunkt günstig, da derzeit ein Bebauungsplan-Verfahren des neuen BusinessPark Elbufer in Gange ist, den eine Fährlinie besser anbinden und somit erheblich aufwerten könnte.

„Wir freuen uns über offene Gespräche und das Interesse an unseren Überlegungen und an der innovativen, umweltfreundlichen Technik. Sie ist in dieser Art einmalig, so dass die Fähre Wedel-Jork als Pilotprojekt Vorbild-Charakter für andere Regionen entwickeln könnte“, sagten Henning Kuhlmann, Managing Director der Becker Marine Systems GmbH, und Ralf-Thomas Rapp, Director LNG Hybrid.

Die innovative Besonderheit an dem Vorhaben ist die Hybrid-Antriebstechnik der Fähre. Denn das Schiff soll mit Flüssiggas-Motoren ausgerüstet werden, die Strom in Hybrid-Akkupacks liefern und die Elektromotoren antreiben. Diese wiederum übertragen ihre Kraft auf die Wellen mit den Propellern. Diese Motoren mit der in der Schifffahrt zukunftsweisenden LNG-Technologie sind bereits Bestandteil der zu Beginn dieses Jahres auf Kiel gelegten LNG Hybrid Barge des Becker-Tochterunternehmens Hybrid Port Energy. Hier produzieren Flüssiggas-Motoren Strom für Kreuzfahrtschiffe der Reederei AIDA während ihres Hafenaufenthaltes in Hamburg.

Die Vorteile: Flüssiges Erdgas (Liquified natural gas/ LNG) ist Methan und verbrennt viel sauberer als Diesel oder Schweröl. Es fallen keine Schwefeloxide und Rauchpartikel an und nur geringe Mengen an Stickoxiden. Die Ausstoßmengen des Treibhausgases Kohlendioxid sind um etwa 20 Prozent geringer als bei Dieselmotoren. Über Landstrom, durch Windkraft erzeugt, können zusätzlich über Nacht die Hybrid-Akkupacks umweltfreundlich aufgeladen werden. (Pressemeldung vom 28.02.2014) 

Quelle: Becker Marine Systems GmbH & Co. KG | Foto: Becker Marine Systems,
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