Wirtschaft
Airbus Group Ergebnisse 2013
Mittwoch, der 26.Februar 2014
Airbus Group Ergebnisse 2013

Amsterdam: Die Airbus Group (Börsenkürzel: AIR), bis 31. Dezember 2013 als EADS bekannt, erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz- und Gewinnzuwachs dank gestiegener Flugzeugauslieferungen und konzernweiter operativer Verbesserungen.

Der Auftragseingang(4) der Airbus Group stieg 2013 deutlich auf € 218,7 Mrd. (2012: € 102,5 Mrd.), getragen von einer starken Wachstumsdynamik im Zivilgeschäft von Airbus und größeren Auftragseingängen im Raumfahrtgeschäft. Am 31. Dezember 2013 lag der Auftragsbestand(4) bei € 686,7 Mrd. (Jahresende 2012: € 566,5 Mrd.). Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft belief sich auf € 47,3 Mrd. (Jahresende 2012: € 49,6 Mrd.).

„2013 war für den Konzern ein wichtiges und ereignisreiches Jahr, nicht zuletzt wegen der weitreichenden Neuausrichtung unserer Unternehmensführung, der Aktionärsstruktur und der Strategie. Wir haben in unserem Geschäft Umsatz und Gewinn erneut gesteigert und konnten Rekordzahlen bei den Flugzeugauslieferungen, den Erstflug der A350 XWB und die ersten A400M-Auslieferungen vermelden“, sagte Tom Enders, CEO der Airbus Group.
„Wir hatten insbesondere im Airbus-Zivilflugzeuggeschäft einen starken Auftragseingang, der eine solide Grundlage für das künftige Wachstum unseres Konzerns bildet. Aufgrund der starken Nachfrage können wir jetzt die ‚Single-Aisle‘-Produktionsrate erhöhen.
Die Umstrukturierungs- und Transformationsmaßnahmen bei Airbus Defence and Space und Airbus Helicopters kommen gut voran und werden die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität dieser Geschäftsbereiche verbessern. Konzernweit werden wir unser Augenmerk auch künftig stark auf die effiziente Umsetzung der Programme richten.“

2013 stieg der Umsatz um 5 Prozent auf € 59,3 Mrd. (2012: € 56,5 Mrd.). Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Zivilflugzeugauslieferungen und den A400M-Hochlauf zurückzuführen. Das Verteidigungsgeschäft verzeichnete einen stabilen Umsatz und spiegelt den Portfolio-Mix von Entwicklungs- und langfristigen Verteidigungsaufträgen wider.

Das EBIT* vor Einmaleffekten – die Kennzahl zur Erfassung des operativen Gewinns ohne Berücksichtigung von wesentlichen Einmaleffekten aus Rückstellungen für Programme und Restrukturierungen oder Währungsschwankungen – stieg auf € 3,6 Mrd. (2012: € 3,0 Mrd.) für die Airbus Group sowie auf € 2,3 Mrd. für die Division Airbus (2012: € 1,8 Mrd.). Maßgeblich für die Verbesserung war die gute Margenentwicklung bei Airbus trotz der gestiegenen Aufwendungen für das A350-XWB-Programm. Zudem haben die Transformationsinitiativen bei den ehemaligen Divisionen Cassidian und Astrium erste Ergebnisse gezeigt. Die EBIT*-Marge des Konzerns vor Einmaleffekten verbesserte sich auf 6,0 Prozent.

Das berichtete EBIT*(2) stieg auf € 2.661 Mio. (2012: € 2.144 Mio.a) trotz einmaliger Aufwendungen von insgesamt rund € 913 Mio. im Jahr 2013. Im vierten Quartal 2013 verzeichnete der Konzern Netto-Aufwendungen in Höhe von € 434 Mio. für die höheren Kosten für das A350-XWB-Programm sowie Rückstellungen in Höhe von € 292 Mio. für die Restrukturierungsmaßnahmen der Division Airbus Defence and Space und der Konzernzentrale.
Das Finanzergebnis lag bei € -630 Mio. (2012: € -453 Mio.), das Konzernergebnis(3) stieg auf € 1.465 Mio. (2012: € 1.197 Mio.a). Dies entspricht einem Gewinn je Aktie von € 1,85 (2012: € 1,46a). Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung & Entwicklung (F&E) blieben mit € 3.160 Mio. (2012: € 3.142 Mio.) stabil.

Ausgehend von einem Gewinn je Aktie in Höhe von € 1,85 schlägt das Board of Directors der Airbus Group der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von € 0,75 je Aktie (2012: € 0,60 je Aktie) am 3. Juni 2014 vor. Stichtag für die Dividendenberechtigung ist der 2. Juni 2014.

„Im Dezember haben wir unsere Dividendenpolitik bekanntgegeben. Derzeit setzen wir diese im Einklang mit den soliden Fortschritten um, die wir im Laufe des Jahres erzielt haben“, sagte Harald Wilhelm, Chief Financial Officer der Airbus Group. „Für unsere Aktionäre bedeutet die vorgeschlagene Dividende eine Ausschüttungsquote von 40 Prozent und einen Anstieg der Dividende pro Aktie um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“

Der Free Cash Flow vor Übernahmen belief sich auf € -818 Mio. (2012: € 1.449 Mio.) und spiegelt die gestiegenen Investitionen wider, die zur Unterstützung von Programmen in der Entwicklungs- und Produktionsphase erforderlich sind. Im vierten Quartal 2013 profitierte der Konzern von einer sehr starken Cash-Entwicklung.

Die Investitionen lagen bei € 2,9 Mrd. und entfielen insbesondere auf Fortschritte bei den
A350-XWB-Testflugzeugen und auf gemäß IAS 38 aktivierte A350-XWB-Entwicklungskosten in Höhe von € 354 Mio. Die Nettoliquidität belief sich Ende 2013 auf € 9,1 Mrd. (Jahresende 2012: € 12,3 Mrd.) – unter Berücksichtigung von € 1,9 Mrd. zur Finanzierung des Aktienrückkaufprogramms sowie der Dividendenzahlung in Höhe von € 469 Mio. Der Brutto-Zahlungsmittelbestand belief sich Ende 2013 auf € 14,7 Mrd. und gewährleistet finanzielle Flexibilität und Sicherheit.

Ausblick

Der Ausblick der Airbus Group für das Geschäftsjahr 2014 basiert auf der Erwartung, dass Weltwirtschaft und Luftverkehr gemäß den vorherrschenden unabhängigen Prognosen wachsen und dass es zu keinen größeren Turbulenzen kommt.

2014 dürften die Auslieferungen bei Airbus – einschließlich der ersten A350 XWB – in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Die Zahl der Bruttobestellungen für Zivilflugzeuge dürfte die der Auslieferungen übersteigen.

Bei einem Wechselkurs von € 1 = $ 1,35 rechnet die Airbus Group mit stabilen Umsätzen im Vergleich zu 2013.

Auf Basis des EBIT* vor Einmaleffekten erwartet die Airbus Group für 2014 eine moderate Steigerung der Umsatzrendite und bestätigt ihr Umsatzrenditeziel von 7 bis 8 Prozent für das Jahr 2015(7). Die Entwicklung des EBIT* sowie des Gewinns je Aktie* der Airbus Group wird von der Fähigkeit abhängen, Belastungen durch Einmaleffekte gering zu halten. Einmaleffekte sollten sich nach derzeitigem Stand auf folgende potenzielle Belastungen beschränken: auf das A350-XWB-Programm, auf Währungseffekte aufgrund der Differenz von Dollar-Zu- und Abflüssen zu unterschiedlichen Zeitpunkten sowie auf bilanzielle Neubewertungen.

Das A350-XWB-Programm birgt weiterhin Herausforderungen. Jede Änderung des Zeitplans und der Kostenannahmen könnte zunehmend höhere Rückstellungen zur Folge haben.

Die Airbus Group strebt für 2014 einen ausgeglichenen Free Cash Flow vor Übernahmen an.

* Die Airbus Group verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung von EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung von MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Wertminderungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

a. Bestimmte Zahlen für das Jahresende 2012 wurden angepasst, um der veränderten Pensionsbilanzierung gemäß IAS 19 Rechnung zu tragen. Die Daten von Airbus spiegeln zudem die Konsolidierung von ATR und Sogerma innerhalb Airbus Commercial wider. In der Vergangenheit wurden ATR und Sogerma unter „Übrige Aktivitäten“ konsolidiert. (Pressemeldung vom 26.02.2014)

Quelle: Airbus Group | Foto: Airbus Group
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