Wissenschaft
Mecklenburg-Vorpommern: EU-Förderung für praxisnahe Forschung
Montag, der 6.Januar 2014
Mecklenburg-Vorpommern: EU-Förderung für praxisnahe Forschung

Schwerin: Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat im Jahr 2013 den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen insgesamt 15 Mio. Euro aus EU-Strukturfondsmitteln bewilligt. Diese Mittel wurden für 21 Projekte aus dem Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern für anwendungsorientierte Forschung zur Verfügung gestellt.

„In den geförderten Projekten testen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die erreichten Forschungsergebnisse gezielt auf eine konkrete wirtschaftliche Anwendung hin und entwickeln wettbewerbsfähige Produkte“, erläuterte Bildungs- und Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb. „Ich verspreche mir, dass durch die Förderung der Wissens- und Technologietransfer aus den wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes verstärkt und die Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Wirtschaftsunternehmen verbessert wird“, so Brodkorb.

Von den insgesamt 21 Projekten stammen 9 aus dem Medizinbereich, 4 aus dem Bereich Maschinenbau- und Schiffstechnik, 3 aus dem naturwissenschaftlichen Bereich, 3 aus der Informationstechnik und dem betriebswirtschaftlichen Bereich sowie 2 aus den Agrar- und Umweltwissenschaften.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Greifswald erforschen beispielsweise die Pelletierung und thermische Verwertung von halmgutartiger Biomasse an nassen Standorten. Dabei wird die Produktion und Nutzung pelletierter Biomasse für Kleinfeuerungsanlagen und als Industriepellets erprobt.

In einem Verbundvorhaben zur „Satellitengestützten Maritimen Sicherheit“ entwickeln die Universität Rostock, die Hochschule Wismar und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz Methoden zur simulationsgestützten Vorausplanung von Manöverstrategien und Manöverdurchführung und Automatisierungslösungen für einen sicheren und effizienten Betrieb von Schiffen durch den Entwurf neuartiger Planungs-, Steuerungs- und Regelungsmethoden.

Im Biomedizinischen Forschungszentrum Rostock arbeitet die Fraunhofer-Projektgruppe in Kooperation mit der Universität Rostock auf dem Gebiet der Zellkulturtechnologie. Es ist möglich, Zellen und komplexe Gewebemodelle über längere Zeiträume außerhalb des Körpers zusammenzustellen, am Leben zu erhalten, zu beeinflussen und wieder in den Organismus zurückzuführen. Es werden extrakorporale Blutbehandlungsverfahren zur Sepsistherapie entwickelt sowie extrakorporale Modellsysteme von menschlichen Geweben z. B. der Darmwand, der Bauchspeicheldrüse oder des Magens.

„Durch den Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern sollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit erhalten, bereits erzielte grundlagenwissenschaftliche bzw. anwendungsorientierte Forschungsergebnisse weiter zu verfolgen“, sagte Minister Brodkorb. „Diese Vorhaben basieren u. a. auf Ergebnissen vorangegangener Förderungen aus dem Exzellenzprogramm Mecklenburg-Vorpommern, aus Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder aus dem Programm ‚Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern‘ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung“, so der Minister weiter.

Während aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung die Infrastruktur an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durch die Anschaffung leistungsstarker Gerätetechnik verbessert wird, werden durch den Europäischen Sozialfonds die personellen Kapazitäten verstärkt, um Forschungsaufgaben realisieren zu können.

„Der Forschungsfonds Mecklenburg-Vorpommern ergänzt die Förderaktivität ‚Verbesserung der Verwertung von Forschungsergebnissen‘ des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern“, betonte der Minister. „Hier werden die Anmeldung und Verwertung von Patenten sowie das unternehmerische Denken von Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei Ideenwettbewerben an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Landes gefördert. In der künftigen EU-Förderperiode werden 30 Mio. Euro für herausragende Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt. So können wir den Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern weiterhin gezielt unterstützen“, sagte Brodkorb. (Pressemeldung vom 01.01.2014) 

Quelle: BM MV Nr. 401 2013 | Foto: BM MV, Mecklenburg-Vorpommern
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