Wirtschaft
Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen gibt Neuerwerbungen bekannt
Samstag, der 23.November 2013
Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen gibt Neuerwerbungen bekannt

Hamburg: Die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen (SHK) unterstützt auch im 57. Jahr ihres Bestehens die Hamburger Kunsthalle und das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) erneut mit hochkarätigen Erwerbungen. Über 200 Förderer der Stiftung kamen beim Jahresempfang am 20. November 2013 zusammen, um diesen Erfolg zu feiern. Zum dritten Mal in Folge liegt das bisherige Spendenvolumen über einer halben Million Euro und ist trotz wirtschaftlicher Krisen von Jahr zu Jahr stetig angestiegen. „Bei zahlreichen Stifterfamilien und Unternehmen der ersten Stunde sorgten heute, zusammen mit erfreulich vielen neuen Kunstfreunden und Sammlern, schon die zweite und dritte Generation für Kontinuität in der Stiftung und ihren Erhalt in der Zukunft“, sagte Dr. Bernd Kundrun, Vorsitzender des Kuratoriums der SHK, auf der Festveranstaltung in der Hamburger Kunsthalle. Dieses dauerhafte bürgerliche Engagement veranlasst den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg – ebenfalls seit 57 Jahren –, den Ankaufsetat der Stiftung deutlich aufzustocken. Diese derart kontinuierlich praktizierte Public Private Partnership gilt als die älteste ihrer Art in Deutschland. Angesichts der explodierenden Preise am internationalen Kunstmarkt ist es für Prof. Dr. Sabine Schulze, Direktorin des MKG, und Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle, eine große Herausforderung, geeignete Kunstwerke zu angemessenen Preisen für ihre Sammlungen zu finden.

Hubertus Gaßner erläuterte den Ankauf eines Gemäldes des US-amerikanischen Minimalisten Robert Mangold (geb. 1937) für die Hamburger Kunsthalle. Das zwei mal fünf Meter große Gemälde Blue/Black Zone Painting III (1996) stellt eine bedeutende Ergänzung in der Sammlung der Hamburger Kunsthalle dar und ist nun erstmals in der Galerie der Gegenwart ausgestellt. Die SHK erwirbt auch die Wandarbeit Drei Wandsockel (1980/81) von Franz Erhard Walther (geb. 1939). Walther nimmt als Mitbegründer der Minimal Art in den 60er Jahren eine Sonderstellung ein, weil er in seinen sogenannten Werkhandlungen die Autonomie des Werkes mit der aktiven Beteiligung des Publikums am Werkprozess in einzigartiger Weise verbindet. Die Hamburger Kunsthalle widmete ihm seit den 1980er Jahren mehrfach langjährig einen eigenen Raum und zeigte 2013 eine Einzelausstellung. Das für Walther wichtige Werk sollte nach Mexiko verkauft werden. Nach einem Veto des Künstlers hat die SHK es nun nach Hamburg geholt.

Zwei Ankaufskonvolute für das MKG kommen im Rahmen von Ausstellungen in 2014 zur Geltung. Angesichts des zunehmenden Interesses an islamischer Kunst plant das MKG die Neueinrichtung seiner Islam-Sammlung. Ziel sei es, so Sabine Schulze, den Besuchern die islamische Kultur nahe zu bringen. Dafür wurden vier historische Objekte aus Ägypten, Indien und der Türkei erworben, die verschiedene Ausprägungen des Islam repräsentieren. Für die große Ausstellung „Mythos Chanel“ über das Lebenswerk von Coco Chanel erwarb die SHK elf originale Modelle aus dem Haus Chanel. Für die Dekade der 1920er Jahre, die von revolutionärem Design geprägt ist, wird die Liege LS 22 (1931) von Hans und Wassili Luckhardt als herausragendes Stahlrohrmöbel der Industriemoderne zu einem weiterer Höhepunkt der Sammlung Moderne. Im Sommer stiftete der Berliner Sammler Dr. Wolfgang von Wangenheim der SHK für das MKG 90 Grafiken aus seiner Sammlung zur Antikenrezeption.

Seit 1956 verfolgt die SHK den Stiftungszweck, Werke für die Hamburger Kunsthalle und das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg anzukaufen, die den beiden großen Hamburger Kunstmuseen als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt werden. In 56 Jahren hat die SHK rund 600 Erwerbungen finanziert, die einen geschätzten Verkehrswert von über 350 Millionen Euro haben. Dem Kuratorium der Stiftung gehören zurzeit an: Dr. Bernd Kundrun (Vorsitzender), Prof. Dr. Michael Göring (stellvertretender Vorsitzender), Nikolaus Broschek, Gabriele Dobusch, Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler, Robert Lorenz-Meyer, Brigitta Martens, Dr. Michael Otto, Dr. Jobst Siemer und Marianne Tidick. Ehrenmitglieder sind Dr. Jürgen Blankenburg und Hermann-Hinrich Reemtsma. (Pressemeldung vom 21.11.2013)

Quelle: Hamburger Kunsthalle | Foto: Hamburger Kunsthalle
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