Wirtschaft
Philips: Nominierung für den Deutschen Zukunftspreis 2013
Sonntag, der 20.Oktober 2013
Philips: Nominierung für den Deutschen Zukunftspreis 2013

Hamburg: Für den diesjährigen Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation (Deutscher Zukunftspreis) sind drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte nominiert, darunter ein gemeinsames Projekt zu neuartigen LED-Leuchtstoffen von Professor Wolfgang Schnick, Lehrstuhlinhaber für Anorganische Festkörperchemie an der Fakultät für Chemie und Pharmazie der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und Dr. Peter Schmidt von der Philips Technologie GmbH, Lumileds Development Center Aachen. Der Bundespräsident ehrt durch den mit 250.000 Euro dotierten Preis Forscher, die erfolgreich nach Lösungen für neue marktfähige Produkte suchen. Die nominierten Projekte werden am heutigen Mittwoch, 2. Oktober 2013, im Deutschen Museum vorgestellt.

Wolfgang Schnick und seiner Arbeitsgruppe an der LMU ist zusammen mit dem Forschungsteam um Peter Schmidt der Philips Technologie GmbH in Aachen ein revolutionärer technologischer Durchbruch gelungen. Die Wissenschaftler haben neuartige und äußerst effiziente Leuchtstoffe entwickelt, die blaues Licht moderner Leuchtdioden (LEDs) in weißes Licht umwandeln. Die inzwischen auf dem Markt verfügbaren neuen Lichtquellen haben eine äußerst hohe Effizienz bei gleichzeitig hoher Lichtqualität und sehr langer Lebensdauer.



Lichtquelle der Zukunft
Nach dem EU-Verbot von Glühlampen gelten LEDs als Lichtquellen der Zukunft, da sie gegenüber alternativen Technologien wie Fluoreszenz-Lampen große Vorteile bei Energieeffizienz, Lichtqualität, Langlebigkeit und ökologischer Unbedenklichkeit aufweisen. Jede LED kann immer nur eine Lichtfarbe erzeugen. Für allgemeine Beleuchtungszwecke wird jedoch weißes Licht benötigt, das aus den spektralen Grundfarben (rot, grün, blau) besteht. Die nun von Wolfgang Schnick entdeckten und gemeinsam mit Philips entwickelten Materialien können das Licht moderner blauer Leuchtdioden in alle Farbkomponenten des sichtbaren Spektrums umwandeln. Durch Farbmischung kann so weißes Licht sehr hoher Qualität erzeugt werden.

„Mit unseren neuen Materialien werden Energieausbeuten erreicht, die nahe dem theoretischen Maximum liegen. Die verwendeten Rohstoffe sind zudem ökologisch absolut unbedenklich und sie sind auf unserem Planeten in nahezu unerschöpflicher Menge vorhanden“, sagt Wolfgang Schnick. Aktuellen Schätzungen von Philips zufolge könnten bis zu 16 Prozent der weltweit verbrauchten elektrischen Energie eingespart werden, wenn herkömmliche Lichtquellen durch LED-Produkte und intelligente Lichtsteuerungslösungen ersetzt werden. Allein in Deutschland entspräche die Stromersparnis der Produktion aller im Jahr 2012 am Netz befindlichen deutschen Atomkraftwerke.

Die außergewöhnlichen Eigenschaften der neuen Materialien haben zu einer engen Zusammenarbeit mit der Philips Technologie GmbH in Aachen geführt. Inzwischen gibt es mehr als ein Dutzend gemeinsame Patentanmeldungen. Eine ganze Reihe solcher auf den an der LMU entdeckten Leuchtstoffen beruhenden LED-Lichtquellen wurden bereits von Philips entwickelt und kommerzialisiert. Sie werden heute zum Beispiel in der Innenraumbeleuchtung, für Straßenbeleuchtung, aber auch in Warnlichtern, Ampeln und Fahrzeug-Blinklichtern verwendet. Damit besteht die realistische Perspektive, dass die LED-Technologie in naher Zukunft für den überwiegenden Teil aller Beleuchtungszwecke eingesetzt wird.

Die Entscheidung der Jury für den diesjährigen Preisträger fällt am 4. Dezember 2013. Bundespräsident Joachim Gauck übergibt den Deutschen Zukunftspreis 2013 bei einer festlichen Preisverleihung am selben Tag in Berlin. (Pressemeldung vom 02.10.2013)

Quelle: Philips Deutschland GmbH | Foto: Philips Deutschland GmbH,© Ansgar Pudenz
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